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26.01.2001

14:20 Uhr

Nach dem Ausstieg aus Handygeschäft

Ericsson dürfte Wachstumswerte im Nasdaq drücken

Die Wachstumswerte im Nasdaq dürften zum Wochenausklang an ihre Kursverluste vom Donnerstag anknüpfen. Der wichtigste Indikator, der Nasdaq-Future lag um 14.00 Uhr 1,9 % im Minus bei 2.565,00 Zählern. Zur Schlussglocke am Vortag war der alle Nasdaq-Werte umfassende Composite-Index um 3,67 % auf 2.754,28 Punkte gesackt. Der Blue-Chip-Index der Computerbörse, der NASDAQ-100, fiel um 4,79 % auf 2.595,85 Zähler.

dpa-afx NEW YORK. Enttäuschende Unternehmenszahlen und der Ausstieg von Ericsson aus dem Geschäft mit Mobiltelefonen drückten die Stimmung bereits im vorbörslichen Handel. Die Aktien des schwedischen Konzerns sackten vorbörslich um 2 USD auf 11 USD. Für den Kursrutsch ist Händlern zufolge neben der Ausstiegsmeldung auch die Warnung verantwortlich, Ericsson werde im ersten Quartal 2001 keinen Gewinn verbuchen.

Die an der Nasdaq und am Neuen Markt notierte Broadvision dürfte im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Das Softwarehaus hatte den Frankfurter Markt am Morgen mit unter den Erwartungen liegenden Quartalszahlen überrascht und war darauf um 22,74 % auf 13,01 Euro gesunken. Im vierten Quartal 2000 erzielte das Softwarehaus pro forma einen verwässerten Gewinn pro Aktie von 0,02 USD. Nach den 0,03 USD im Vergleichsquartal 1999 wurden von Börsianern 0,05 USD erwartet. Gleichzeitig stiegen die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum auf 136,9 Mill. USD (Q4 1999: 43,7 Mill. USD).

Schlechte Nachrichten kamen auch von JDS Uniphase Inc. Der weltweit größte Hersteller von Teilen für Faseroptik-Ausrüstungen hatte am Freitag nach Börsenschluss, für das Jahr 2000 einen Verlust von 895,4 Mill. USD oder 93 Cent je Aktie bekannt gegeben. Im Jahr 1999 hatte das Unternehmen einen Fehlbetrag von 131,2 Mill. USD oder 19 Cent pro Aktie eingefahren. Nach Firmenangaben hätten Zukäufe die Verluste verursacht.

In dieselbe Kerbe schlug auch der Hersteller von Mobilfunktechnologien, Qualcomm Inc. Für das vierte Quartal vermeldete das Unternehmen einen Verlust von 31 Cent je Aktie im Vergleich zu einem Gewinn von 27 Cent je Aktie im Jahr zuvor. Die Ergebnisse stünden unter Druck, seit die Regierung Südkoreas, Qualcomms größtem Auslandsmarkt, im Juni ein Verbot von Handy-Rabatten angeordnet hatte, teilte das Unternehmen mit.

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