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03.03.2003

10:22 Uhr

Nach dem Nein zur Stationierung der US-Truppen

Börse Türkei stürzt ab

Die türkische Regierung hat nach dem Parlamentsvotum gegen eine Stationierung von US-Truppen für einen Irak-Krieg am Montag alles versucht, um die türkischen Finanzmärkte zu beruhigen.

HB/dpa ISTANBUL. Ministerpräsident Abdullah Gül unterrichtete die Presse noch vor der Eröffnung der Börse über das Staatsbudget 2003, das die Regierung noch am Montag im Parlament einbringen wollte. Dennoch eröffnete die Istanbuler Börse mit starken Kursverlusten. Gleich nach Handelsbeginn stürzten die Aktienwerte durchschnittlich um mehr als zehn Prozent ab. Dollar und Euro zogen gegenüber der Landeswährung kräftig an.

Die Beratungen von Regierung und Parteiführung, wie es nach der Ablehnung der US-Truppenstationierung weitergehen soll, dauerten noch an, sagte Gül auf Fragen von Journalisten. Dies sei ein "Prozess". Auch die Konsultationen mit Washington gingen weiter. US-Außenminister Colin Powell habe ihm telefonisch für das Engagement der Türkei in der Irak-Krise gedankt. Washington werde bezüglich der Zukunft des Iraks und der Lage im Nordirak mit Ankara in Kontakt bleiben. Die ökonomische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern solle wie bisher weitergehen.

Das türkische Parlament hatte am Samstag überraschend der vom Kabinett bereits gebilligten Stationierung von 62 000 US-Soldaten in der Türkei für eine Nordfront gegen den Irak die Zustimmung verweigert.

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