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05.03.2004

07:29 Uhr

Nach dem Personal Trainer kommt der Personal Food-Coach: Er sortiert Einkauf, Kühlschrank und Kochrezept.

Einkauf mit dem Essen-Checker

VonSusanne Grieshaber (Handelsblatt)

Heidi Klum hat einen, Robert Redford begibt sich in seine Hände und Julia Roberts vertraut ihm total: dem Food-Coach. Neben dem Personal Trainer kennt keiner die Problemzonen und heimlichen Leidenschaften seiner Schützlinge so gut wie er.

In den USA ist es schon lange gang und gäbe, seinen Trainer fürs Kulinarische im Schlepptau zu haben. Doch auch hier zu Lande ist er immer gefragter. Doch hier geht es dezenter zu, wenn Menschen sich professionelle Unterstützung in Sachen Essen holen.

Manager, Schauspieler, Medienleute, aber auch Normalsterbliche, die sich nicht mehr wohl fühlen in ihrer Haut, finden Hilfe beim Essen-Checker. Vor allem jetzt, in Zeiten des Frühjahrsdiätwahns, herrscht Hochbetrieb bei der Hand voll professioneller Coaches, die es in Deutschland auf das Essen abgesehen haben. Die Leute wollen sich etwas Gutes tun, wieder in die Anzüge vom vergangenen Jahr passen und dabei am besten noch die Winterdepression überwinden.

Caroline Bienert, eine der ersten Food-Coaches überhaupt in Deutschland, erklärt das Prinzip: "Es geht nicht um Diät im klassischen Sinn, sondern um eine individuelle Ernährungsumstellung mit dem Ziel, das Wohlbefinden zu steigern, attraktiv und fit zu werden - und zu bleiben." Die in den USA zum Nutrition-Consulter ausgebildete Bienert gründete vor zwei Jahren ihre Firma "bodycode" mit Büros in München und Berlin. Seit die Menschen verstanden haben, worum es geht, steigt die Nachfrage.

Im Gespräch mit der agilen, blonden Frau wird schnell klar, warum die Kohlsuppenkur nicht bei jedermann anschlägt und man nach der Lieschen-Müller-Diät in null Komma nichts wieder so rund ist wie zuvor. "Jeder Stoffwechsel tickt anders", sagt Bienert. Darum helfen nur individuelle Beratung und ein Ernährungskonzept, das den Lebensumständen des Kunden angepasst ist. "Es nützt herzlich wenig, einem viel beschäftigten Manager Gerichte zu empfehlen, die er nicht in seinen Lebensalltag integrieren kann." Da heißt es, mit Argusaugen auf den Teller zu schauen.

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