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03.07.2000

19:37 Uhr

Havanna, 03. Jul (Reuters) - Auch nach der Heimkehr des Flüchtlingsjungen Elian aus den USA nach Kuba will die Regierung in Havanna ihren anti-amerikanischen Kurs fortsetzen. Der Kampf werde weitergehen, und zwar jeden Tag, kündigte die regierende Kommunistische Partei am Montag an. Kuba werde nicht müde werden, hieß es auf der Titelseite der Parteizeitung "Granma". Unter anderem sollen allabendliche Fernsehdebatten mit anti- amerikanischen Themen fortgesetzt werden.

Die kubanische Regierung hatte in dem rund siebenmonatigen erbitterten Sorgerechtsstreit um Elian mit Fernsehdiskussionen, Massenaufmärschen und Plakaten für die Rückkehr des Jungen aus den USA gekämpft. Elian Gonzales war vergangene Woche mit seinem Vater nach Kuba zurückgekehrt. Er hatte im November als einziger den Untergang eines Bootes mit kubanischen Flüchtlingen auf dem Weg in die USA überlebt. Exilkubanische Verwandte hatten den Jungen aufgenommen und sich gerichtlich um dessen Bleiberecht in den USA bemüht. Am Mittwochabend war eine gerichtliche Verfügung abgelaufen, die die Ausreise des Jungen untersagte.

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