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04.02.2002

19:02 Uhr

Nach Enron offenbar kaum neue Risiken im Portfolio

Abbey National gibt sich neue Struktur

Die zweitgrößte britische Hypothekenbank Abbey National wechselt drei Vorstände aus und verändert ihre Struktur. Wie Abbey am Montag bestätigte, verlassen Verwaltungssekretär Ian Treacy, der für Firmenkunden verantwortliche Timothy Ingram und Personalchef John King das Unternehmen.

fs LONDON. Zudem stellt die Gruppe ihr laufendes Geschäft auf drei statt bisher vier Säulen auf: Das Großkundengeschäft unter Leitung von Mark Pain bleibt unverändert. Andrew Pole leitet weiter das Privatkundengeschäft, bekommt jedoch kleine und mittlere Geschäftskunden dazu. Malcom Millington verantwortet zukünftig neben der Vermögensverwaltung noch das Versicherungs- und Pensionsgeschäft. Die Zuständigkeiten von Treacy und King werden in einer neuen Division verschmolzen, die künftig Jim Smart leitet. Ein neuer Finanzdirektor wird noch gesucht.

Über die Motive des Management-Wechsels gab es in der City unterschiedliche Spekulationen. Während die einen Meinungsverschiedenheiten mit dem Chief Executive Ian Harley vermuteten, sprachen andere von erheblichem Druck auf den CEO, den unabhängigen Finanzdienstleister in einem stark kompetitiven Markt nach vorne zu bringen. Die Aktie der Hypothekenbank reagierte kaum auf die Mitteilung. Am Morgen konnte sie sich knapp behaupten, später legte sie um 0,3 % zu.

Ein anderes Gerücht wurde von Analysten interessierter aufgenommen. Danach soll Abbey angedeutet haben, dass es keine Risiken im Großkundengeschäft gebe. "Sollte das zutreffen, wäre das eine interessante Nachricht", sagte James Eden von der Commerzbank. Abbey hatte wegen der Pleite des US-Energiekonzerns Enron Probleme bekommen. Von den für Enron bereitgestellten Geldern in Höhe von 115 Mill. Pfund (ca. 188 Mill. ) musste Abbey 95 Mill. Pfund abschreiben. Der Aktienkurs fiel daraufhin im Vergleich mit den Konkurrenten zurück, weil der Markt Angst vor weiteren Risiken hatte.

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