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17.07.2000

10:34 Uhr

Nach Firmenpleite

Japanische Notenbank setzt Nullzinspolitik fort

Auch nach dem Zusammenbruch der Warenhauskette Sogo setzt die Bank of Japan den Kurs fort.

Reuters TOKIO. Die japanische Notenbank (BoJ) hat die Leitzinsen am Montag erwartungsgemäß unverändert gelassen und damit ihre seit 17 Monaten andauernde Nullzinspolitik fortgesetzt. Ausschlaggebend hierfür sei der Zusammenbruch der Warenhauskette Sogo und daraus resultierende mögliche negative Effekte für die Wirtschaft gewesen, teilte die BoJ am Montag im Anschluss an ihr geldpolitisches Treffen mit. Gleichzeitig bestünden jedoch weiter Aussichten auf ein Ende der Deflationsrisiken, hieß es weiter. Die schrittweise Erholung der japanischen Konjunktur wird sich nach Einschätzung der BoJ fortsetzen.

Angesichts der nur langsam in Fahrt kommenden japanischen Wirtschaft hatte die BoJ seit Februar 1998 die kurzfristigen Zinsen auf einem Null-Niveau gehalten. In der vergangenen Woche war die größte japanische Warenhauskette zusammengebrochen und hatte damit nach Angaben von Experten die zweitgrößte Firmenpleite in Japan verursacht.

Die japanische Währung legte nach dem Zinsentscheid zu, nachdem sie am Morgen im Tokioter Handel etwas an Boden verloren hatte. Gegen 9.50 Uhr MESZ notierte der $ mit 107,85/90 Yen nach 108,11/18 Yen vor der Entscheidung. Auch zum Euro gewann die japanische Währung kurzfristig etwas an Wert und verbesserte sich auf 101,04/07 Yen. Gegen 09.50 Uhr MESZ notierte die Währung wieder bei 101,45/49 Yen.

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