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30.06.2000

16:54 Uhr

Nach fünfjährigen Verhandlungen

China gibt grünes Licht für Milliardenprojekt der BASF

Noch in diesem Jahr will der Chemiekonzern mit den Vorarbeiten zum Bau eines Chemiekomplexes in Nanjing beginnen.

dpa LUDWIGSHAFEN. Der deutsche Chemiekonzern BASF kann jetzt in China sein bisher größtes Gemeinschaftsprojekt mit einem Investitionsvolumen von mehr als fünf Mrd. $ verwirklichen. Nach knapp fünfjährigen Verhandlungen hat die Regierung in Peking dem Vorhaben zugestimmt. BASF-Vorstandschef Jürgen Strube und sein Sinopec-Amtskollege Li Yizhong unterzeichneten am Freitag in Berlin im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und des chinesischen Regierungschefs Zhu Rongji den Gesellschaftervertrag.

Die BASF und die China Petroleum & Chemical Corporation (Sinopec) wollten noch in diesem Jahr mit den Vorarbeiten zum Bau des Chemiekomplexes in Nanjing beginnen, teilte der Ludwigshafener Chemiekonzern mit. Die Anlagen sollen im Jahr 2004/2005 mit der Produktion beginnen. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf rund 2,6 Mrd. $ (5,35 Mrd. DM). Damit sei die BASF der größte ausländische Chemieinvestor in China.

"Für unser China-Engagement ist das ein Meilenstein", sagte BASF - Sprecherin Diana Weitenkopf. Der geplante Verbundstandort soll einmal jährlich 1,7 Mill. Tonnen chemischer Produkte für den chinesischen Markt herstellen. Die BASF und Sinopec sind über zwei Töchter zu je 50 % beteiligt. Kernstück des Verbundstandorts sei eine Anlage zur Spaltung von Rohbenzin, sagte Weitenkopf.

Mit geplanten Investitionen von insgesamt fünf bis sechs Mrd. Euro in den nächsten Jahren ist Asien einer der Investitionsschwerpunkte der BASF. In China plant der Ludwigshafener Konzern mit mehreren Partnern noch eine weitere Großanlage in Caojing bei mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa einer Milliarde Euro (knapp zwei Mrd. DM). In Caojing nahe Shanghai sollen Grundstoffe für die Polyurethan-Produktion hergestellt werden.

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