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15.01.2001

10:41 Uhr

Nach Mord an israelischem Siedler

Israel riegelt Gazastreifen ab

Am Montagmorgen fanden israelische Soldaten die Leiche des vermutlich von Palästinensern getöteten 30-jährigen in der Nähe eines Treibhauses im Süden des Gazastreifens. Danach riegelte Israel das autonome Gebiet ab.

dpa GAZA. Nach dem Mord an einem jüdischen Siedler im Gazastreifen hat die israelische Armee das autonome Gebiet am Montag erneut abgeriegelt. Die Grenzübergänge zu Ägypten und nach Israel sowie der palästinensische Flughafen wurden geschlossen.

Palästinensische Arbeitskräfte dürfen bis auf weiteres nicht mehr nach Israel einreisen. Mit Hilfe von Panzern und Straßensperren blockierten Soldaten eine zentrale Verbindungsstraße im Gazastreifen an mehreren Stellen. Israel hatte am vergangenen Donnerstag nach einer Einigung israelischer und palästinensischer Sicherheitsexperten mit der schrittweisen Lockerung der Blockade begonnen.

Am Montagmorgen fanden israelische Soldaten die Leiche des vermutlich von Palästinensern getöteten 30-jährigen mit einem Kopfschuss in der Nähe eines Treibhauses im Süden des Gazastreifens. Der israelische Kommunikationsminister Benjamin Ben-Elieser warf der palästinensischen Autonomiebehörde vor, für den Mord an dem Siedler verantwortlich zu sein und kündigte mögliche Vergeltungsaktionen an.

Ein neues, für Montagnachmittag geplantes Treffen israelischer und palästinensischer Unterhändler im Gazastreifen wurde angesichts des Zwischenfalls wieder abgesagt.

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