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07.01.2001

17:52 Uhr

dpa BERLIN. DAG-Chef Roland Issen will mehr Druck auf Arbeitslose, eine Stelle anzunehmen. Dafür will er sich im Bündnis für Arbeit einsetzen. "Ich sehe das im Zusammenhang mit der Osterweiterung der Europäischen Union", sagte der Vorsitzende der Deutschen Angestelltengewerkschaft (DAG) der "Berliner Morgenpost" (Montag). "Bevor wir in hoher Zahl Arbeitnehmer aus Osteuropa in die Bundesrepublik holen, müssen wir erst einmal überlegen, wie wir das hiesige Beschäftigungspotenzial besser nutzen. Und dazu zählt auch Druck auf Arbeitslose, einen Job anzunehmen."

Als Beispiel nannte Issen, dass die Arbeitgeber den Arbeitsämtern künftig melden müssten, "wenn Arbeitslose, die von den Ämtern zur Vorstellung geschickt werden, ihr Nichtinteresse an einer freien Stelle offen zu erkennen geben". Auch die Gewerkschaften dürften nicht länger darüber hinwegsehen, "dass die Geduld all derjenigen sinkt, die Monat für Monat von ihrem Gehalt Steuern und Sozialabgaben zahlen, während andere, auch Arbeitslose, durch eine Beschäftigung nebenher genau so gut oder mehr verdienen".

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