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15.06.2000

08:12 Uhr

Nach Spannungen durch Kriege im Kosovo und Tschetschenien

Putin beginnt Deutschland-Besuch

Der russische Präsident Wladimir Putin beginnt am Donnerstag seinen offiziellen Staatsbesuch in Deutschland. Das Programm sieht Begegnungen mit Bundespräsident Johannes Rau, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), der Opposition und Repräsentanten der deutschen Wirtschaft vor.

Reuters BERLIN. Der Besuch soll nach dem Willen der Bundesregierung einen Neuanfang in den Beziehungen bewirken, die in den vergangenen zwei Jahren durch Regierungswechsel in beiden Ländern und Spannungen über die Kriege im Kosovo und in Tschetschenien belastet waren.

Für Putin und Schröder ist es das erste persönliche Zusammentreffen nach mehreren Telefonaten. Auf der Tagesordnung dürfte neben dem umstrittenen US-Plan für eine nationale Raketenabwehr (NMD) vor allem Putins Bestreben stehen, die russische Wirtschaft zu stabilisieren und Investitionsanreize für deutsche Firmen zu schaffen. Putin hält am Donnerstag eine Rede im Haus der deutschen Wirtschaft, am Freitag nehmen er und Schröder am Spitzengespräch mit der deutschen Wirtschaft teil. Mehrere Firmen wollen Kooperationen mit russischen Partnern abschließen. Zwar kann Putin nicht auf den Erlass russischer Schulden in Deutschland hoffen, wohl aber auf neue Hermes-Bürgschaften.

Am Donnerstag trifft Putin Schröder, Rau, die Chefs der Unionsparteien, Angela Merkel (CDU) und Edmund Stoiber (CSU) sowie Kohl. Am Freitag findet eine Plenarsitzung auch mit den anderen Regierungsvertretern statt. Zum Schluss seines Besuchs geht Putin mit Schröder durch das Brandenburger Tor zum Reichstag. Putin war am Mittwochabend auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel aus Madrid angekommen.

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