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05.07.2000

17:26 Uhr

ap MÜNCHEN. Siemens will den Banken stärker Konkurrenz machen. Die Siemens Financial Services (SFS) ist mit der jetzt genehmigten Übernahme der britischen Leasingbank Schroder im Besitz einer europäischen Banklizenz und will sein externes Geschäft vervielfachen, wie Geschäftsführer Herbert Lohneiß am Mittwoch sagte. In fünf Jahren solle die Hälfte des Umsatzes mit Kunden außerhalb des Siemens-Konzerns erwirtschaftet werden.

SFS hatte im ersten Halbjahr eine Bilanzsumme von 45 Mrd. DM und 150 Mill. DM Gewinn erwirtschaftet. Bislang sind noch 80 % des Geschäfts direkt von Siemens abhängig. Künftig will SFS nicht nur Projekte von Siemens-Kunden finanzieren, sondern auch Kunden fremder Firmen maßgeschneiderte Kredite, Leasingangebote und andere Finanzdienstleistungen verkaufen. "Wir wissen, was die Industrie braucht", sagte Lohneiß. Zugleich steige SFS auch in das Kleinkundengeschäft mit einem Volumen unter 25 000 Euro ein. Die Banklizenz gelte europaweit. Das angestrebte Wachstum will SFS durch die Übernahme von kleineren Finanzdienstleistern sowie durch E-Business erreichen.

SFS wickelt daneben auch den Zahlungsverkehr des Siemens-Konzerns ab und bietet den 400 000 Siemens-Mitarbeitern sowie anderen Privatanlegern Vermögensanlagen und den Aufbau einer Altersvorsorge an. "Ab 5 000 DM sind sie dabei", sagte Lohneiß. Über ein neues Internet-Portal werde sich SFS für betriebsfremde Privatkunden weiter öffnen. Im Gegensatz zu anderen Siemens-Töchtern sei bei SFS ein Börsengang "kein Thema", sagte Lohneiß.



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