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14.01.2003

07:27 Uhr

Nach vier Tagen im Minus

Tokioter Börse wieder im Auftrieb

Die Tokioter Börse hat nach vier Tagen im Minus am Dienstag ein Prozent fester geschlossen. Investoren hätten die schwachen Wirtschaftsdaten zur Kenntnis genommen und ihren Blick aber trotzdem auf eine technische Erholung und auf den Optimismus bei den Technologiewerten gerichtet, erklärten Händler.

Reuters TOKIO. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index stieg 0,98 Prozent oder 82,61 Zähler auf 8 553,06 und der breiter gefasste Topix-Index gewann 8,20 Punkte oder 0,98 Prozent auf 845,90 Punkte. Der Tokioter Aktienmarkt war am Montag wegen eines Feiertages in Japan geschlossen.

Die am Dienstag veröffentlichten Daten zu den Aufträgseingängen in der japanischen Maschinenindustrie zeigten einen Rückgang von 0,2 Prozent im November. Dies sei unter den Erwartungen gewesen. "Wir erwarten momentan auch keine guten Nachrichten von der Makroseite", sagte Hiroshi Sato, Generalmanager bei Cosmo Securities.

Angeführt von Kursgewinnen bei dem Mobilfunkbetreiber NTT Docomo zogen die Technologietitel an. Die Aktien von NTT Docomo gewannen 4,6 Prozent auf 248 000 Yen. Händler führten die Kursgewinne auf Nachrichten vom Freitag zurück, wonach das Unternehmen im Dezember 393 000 neue Abonnenten hinzugewann.

Die Halbleiterwerte stiegen im Vorfeld der später am Dienstag erwarteten Angaben des weltgrössten Chipproduzenten Intel kräftig. "Im Markt kursierte bisher eine Konsensusschätzung für die für 2003 geplanten Investitionen von vier bis 4,5 Milliarden Dollar und nun höre ich, dass es 4,9 vielleicht gar fünf Milliarden sein sollen", sagte Richard Kaye, Analyst bei Merrill Lynch. Dies sei weniger schlecht als erwartet, stelle aber gegenüber 2002 einen Rückgang dar. Für 2002 waren 5,5 bis sechs Milliarden Dollar erwartet worden.

Tokyo Electron stiegen 5,01 Prozent auf 5870 Yen. Zu den anderen Gewinnern zählten auch die Grossbanken wie Mizuho Holdings , die ein Prozent auf 100 000 Yen kletterten.

Aber auch Aktien der von Schulden belasteten Firmen wie Daiei Inc , die von Deckungskäufen profitiert hätten, legten zum Teil kräftig zu. Händler sagten, diese Gewinne fussten auf einem Bericht der Zeitung Asashi Shimbun. Darin hiess es, die neu gebildete staatliche Gesellschaft zum Kauf fauler Kredite von Banken und zur Unterstützung von in Turbulenzen geratenen Schuldnern solle ihre Tätigkeit bereits Ende Monat aufnehmen. Der Bericht habe Hoffnungen angefacht, die Regierung wolle die Deflation energisch bekämpfen.

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