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23.01.2001

12:51 Uhr

Telekom sorgt für "Durcheinander"

Telekom sorgt für "Durcheinander"

jck/kup DÜSSELDORF. Analysten haben sich am Dienstag in ersten Reaktionen überwiegend enttäuscht von den heute vorgelegten Zahlen der Deutschen Telekom gezeigt. Als "hammerhart" bewertete Stefan Gäde, Analyst und Telekom-Spezialist bei der Hamburgischen Landesbank, die vorläufigen Zahlen des Telekommunikations-Riesen. Zwar sei schon zuvor befürchtet worden, dass die Telekom im vierten Quartal einen Verlust verzeichnen würde, erklärte Gäde im Gespräch mit Handelsblatt.com. Doch dass das Ergebnis derart schlecht ist, trifft den Telekom-Spezialisten hart. "Die Zahlen sind grottenschlecht, mehr kann ich in diesem Moment dazu einfach nicht sagen", so Gäde.

Telekom

- Intraday-Chart

Der Analyst hofft auf eine schnelle Präsentation der endgültigen Zahlen, die er gegen Ende des Monats erwartet. Die sollen Aufklärung in diese Zahlen-Konfussion gegen, so der Stratege von der Hamburgischen Landesbank. Aus seiner Sicht befindet sich die Deutsche Telekom nun in einem "Erklärungsnotstand". Das nur die nackten Zahlen vorgelegt wurden, enttäuscht den Analysten.

Zahlen-Wirrwarr sorgt für "großes Durcheinander"



In Frankfurt versuchten die Analysten zunächst, sich durch das Zahlen-Wirrwarr aus Erfolgszahlen, Sondereinflüssen und Finanzschulden zu kämpfen. Händler sprachen von einem "großen Durcheinander". Die Telekom hatte am Dienstag morgen einen Umsatzzuwachs von 15 % ausgewiesen. Darin enthalten waren aber einmalige Einnahmen, wie zum Beispiel die Milliardensummen aus dem Börsengang der Tochter T-Online. Ohne Neukonsolidierung betrug das Plus 6 %. Angaben zum operativen Geschäft wurden nicht gemacht.

Im letzten Quartal des Geschäftsjahres waren die Veluste höher, als von Analysten erwartet. Der Konzernüberschuss lag rund eine Milliarde Euro unter dem Überschuss nach neun Monaten. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters waren die Analysten von einem Verlust von nur 410 Millionen Euro ausgegangen.

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