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23.01.2001

16:09 Uhr

Reuters München. - Nach der Neubesetzung des Vorstands ist der bereits mehrfach angekündigte Börsengang des oberpfälzischen Bleikristall-Herstellers Nachtmann wieder in weite Ferne gerückt.

Die Emission könne "frühestens in der zweiten Hälfte 2002" erfolgen, sagte Technikvorstand Walter Frank am Dienstag in München. Bislang war die Erstnotiz am Geregelten Markt für Anfang des laufenden Jahres anvisiert worden. Das Unternehmen aus Neustadt an der Waldnaab kündigte an, es wolle künftig vermehrt auf die hauseigenen Marken setzen.

Im Geschäftsjahr 1999/2000 (zum 30. Juni) steigerte die F.X. Nachtmann Crystal AG eigenen Angaben zufolge den Konzernumsatz um 4,7 Prozent auf 301,3 Millionen DM. Der Jahresüberschuss sei mit 12,4 (12,5) Millionen DM nahezu konstant geblieben.

Im September 2000 war der Bruder von Vorstand Walter Frank, Toni Frank, vom Aufsichtsrat mit der Begründung abberufen worden, es würden nun die Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt. Medienberichten zufolge waren familieninterne Querelen Ursache für den Abschied von Toni Frank. Dieser hält nach wie vor 22,5 Prozent an dem Unternehmen. Die DG Private Equity GmbH ist mit knapp 30 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Vertriebsvorstand Alfred Prosteder kündigte an, Nachtmann werde in Zukunft verstärkt auf das Wachstum der Eigenmarken setzen, deren Anteil am Gesamtumsatz derzeit weniger als die Hälfte ausmache. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2000/01 habe Nachtmann trotz eines schwierigen Marktumfelds seine Umsätze im Inland konstant gehalten, im Ausland sogar deutlich gesteigert. Die geplante Übernahme einer Glashütte ist nach den Worten von Walter Frank geplatzt. Nun wolle man zunächst über die Gründung einer eigenen US-Vertriebs-Gesellschaft einen Markt aufbauen, sagte er. In den kommenden Jahren will Nachtmann nach eigenen Angaben 17 bis 20 Millionen DM jährlich investieren. Zum 30. Juni 2000 beschäftigte das Unternehmen 1949 (2042) Mitarbeiter.

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