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18.02.2002

18:20 Uhr

Nächste charttechnische Zielmarke zunächst 864 Punkte

Nemax 50 fällt unter 1 000 Punkte

Die Aktienindizes am Neuen Markt sind am Montag erstmals seit Oktober unter 1 000 Punkte gerutscht. Der Nemax 50 fiel bis zum Abend um 2,93 Prozent auf 996 Punkte. Der alle Aktien umfassende Nemax All Share verlor 1,81 Prozent und sank auf 994 Stellen.

dpa FRANKFURT/MAIN. "Die Vorgaben der Aktien an der Nasdaq und die zunehmende Unsicherheit wegen der Bilanzierungspraktiken selbst großer US- Unternehmen haben die Indizes von Anfang an unter 1000 gedrückt", sagte ein Händler in Frankfurt. Zudem hätten weitere negative Meldungen der Nemax 50-Unternehmen den Markt belastet, hieß es.

Nur elf Tage nach dem Ausscheiden des Gründers- und Hauptaktionärs der D.Logistic AG veröffentlichte der Logistikdienstleister vorläufige Geschäftszahlen, die deutlich unter den Erwartungen der Börsianer lagen. Statt eines Gewinns von über 30 Millionen Euro erwartet das im Nemax 50 gelistete Unternehmen für das abgelaufene Geschäftsjahr nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen 0 und 4 Millionen Euro.

"Die Zahlen sind ein echter Hammer, für mich kam das ganz schön überraschend," sagte ein Frankfurter Händler. Die Aktie rutschte nach Veröffentlichung der Zahlen um 40 Prozent ab und kostete 3,29 Euro. Qiagen -Papiere verloren einen Tag bevor das Unternehmen Geschäftszahlen veröffentlicht 6,71 Prozent auf 18,21 Euro. Ein Fondsmanger hatte in der britischen Wirtschaftspresse gesagt, dass Qiagen die Wachstumserwartungen von 30 Prozent kaum halten könne. "In diesem nervösen Markt reicht so eine Kleinigkeit für ein Abstrafen der Aktie aus," sagte ein Börsianer.

Nachdem die Streitigkeiten der beiden Hauptaktionäre der Mobilcom AG, Vorstandsvorsitzender Gerhard Schmid und France Telecom, offen ausgebrochen sind und im Rücktritt eines Vorstandsmitglieds gipfelten, fiel die Aktie um 5,11 Prozent auf 17,07 Euro. In dem Streit geht es vordergründig um die Kosten für den Aufbau des UMTS-Mobilfunknetzes. Börsianer sehen im Hintergrund aber das Bestreben der französichen Telefongesellschaft, ihre Anteile um das Aktienpaket von Unternehmensgründer Gerhard Schmid aufzustocken. "Wahrscheinlich geht es nur noch um den Preis," sagte ein Börsianer.

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