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10.01.2002

21:46 Uhr

CHAPEL HILL. Nanoröhrchen aus Kohlenstoff könnten künftig dafür sorgen, dass Batterien länger halten. Physiker der University of North Carolina in Chapel Hill wollen sie in Lithium-Ionen-Akkus anstelle der Kathoden aus Graphit platzieren. In Tests konnten die Forscher zeigen, dass der Einsatz der winzigen Röhren anstelle von Graphit eine fast doppelt so hohe Energiedichte der Batterien ermöglicht. Die Energiedichte entscheidet über die Betriebsdauer einer aufgeladenen Batterie. Die Wissenschaftler berichten über ihre Forschungsergebnisse in den "Physical Review Letters".

Die Forscher haben den Kohlenstoff mit Laserstrahlen beschossen und erzeugten so einwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Durch einen chemischen Prozess öffneten sie die geschlossenen Enden der Nanoröhren und kürzten ihre Länge. "Die Lithium-Ionen können so ins Innere der Röhren gelangen", erklärt Otto Z. Zhou vom North Carolina Center for Nanoscale Materials. Die Forscher vermuten, dass darin der Grund für die erhöhte Speicherkapazität der Batterien zu suchen ist. Kohlenstoff-Röhrchen, die geschlossen sind, arbeiten nicht besser als Graphit-Elektroden.

Die Physiker haben den Einsatz von Nanoröhrchen zum Speichern von Energie inzwischen in den USA patentieren lassen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sollen jetzt in die Entwicklung praxistauglicher Akkus einfließen.

wsa

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