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11.01.2001

23:01 Uhr

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Nasdaq am dritten Tag in Folge im Plus

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

In den ersten Handelsminuten hätte es am Morgen noch niemand geahnt. Negative Analystenkommentare zu Chip-, Netzwerk- und Softwareaktien hätten den Nasdaq Index in die Tiefe ziehen können. Doch der wehrte sich und behauptete sich am dritten Tag in Folge im Plus. Das gab es das letzte Mal am 1. September 2000.

Die Analysten reduzierten am Donnerstag Gewinnerwartungen, sie reduzierten Umsatzerwartungen, doch nur wenige korrigierten auch ihre Empfehlung für die Aktien nach unten. Anleger und Investoren deuteten das als gutes Zeichen, das sich im Marktverlauf bestätigte. Stimmen werden wieder lauter, nach denen der Markt seinen Boden gefunden haben sollte.



Analysteneinschätzungen geben indirekt den Anlass dazu. Die Experten korrigierten nicht zuletzt wegen der neusten Unternehmensnachrichten und der ungewissen Entwicklung der US-Wirtschaft die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Unternehmen nach unten. Dennoch sicher zeigten sie sich mit ihren Einstufungen, indem die meisten Aktien auf dem bisherigen Niveau bestätigten. Eindeutig ein Zeichen für Optimismus.



So reduzierte Bear Stearns die Gewinnerwartungen für Yahoo von um 15 Cents auf 25 Cents pro Aktie, bestätigten die Aktie jedoch auf "kaufen ". Als Ausnahme, die heute die Regel bestätigte, mussten einige Aktien des Internetsektors heute Kursverluste hinnehmen. Sowohl Yahoo als auch Doubleclick verloren an Wert. Ebay und America Online konnten sich dagegen auf die sichere Seite retten.



Zu den größten Gewinnern des Dow Jones Index zählen am Donnerstag J.P. Morgan, Honeywell und ebenfalls Microsoft. General Electric konnte an Kurs gewinnen, nachdem das Unternehmen ankündigte, in Kürze einen Teil seiner Aktien zurückkaufen zu wollen. Der Index der 30 Standardwerte ging ebenfalls mit Punktegewinnen aus.



Die Überraschung gab es erst nach Handelsschluss. Hewlett-Packard warnte Anleger und Investoren vor schlechten Quartalszahlen. Der Drucker- und Kopiererhersteller wird die Prognosen der Analysten für das am 31. Januar endende Quartal nicht erfüllen können. Statt der erwarteten 42 Cents Gewinn wird das Unternehmen voraussichtlich lediglich einen Gewinn zwischen 31 und 40 Cents erwirtschaftet haben. Das Umsatzwachstum soll im zweistelligen Bereich gewachsen sein. Die Aktie verliert nach Handelsschluss.

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