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17.01.2001

19:01 Uhr

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Nasdaq Index kräftig im Plus

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Kursgewinne bei Chip- und Computerwerten heben den Nasdaq Index fünf Prozent ins Plus. Erfreuliche Quartalszahlen und die Zuversicht in das Gewinnwachstum der Technologiebranche sorgen an New Yorks Technologiebörse für Feststimmung. Die Märkte atmen auf. Neue Wirtschaftsdaten geben den Märkten ebenfalls Auftrieb und Anlegern Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung.

Kursgewinne bei Oracle, Cisco und Microsoft katapultieren den Index der US-High-Tech-Werte in die Gewinnzone. Die erfreulichen Quartalszahlen von Applied Micro Circuits, Intel und anderen Werten des Chipsektors beflügeln auch die Kurse von Chiphersteller PMC-Sierra. Die Titel von Glasfaserwerten wie JDS Uniphase und Corning profitieren ebenfalls.



Dem Dow Jones Index hieven IBM, United Technologies und American Express auf die sichere Seite. Unter Kursverlusten leidet dagegen Boeing. Der Flugzeugbauer erwirtschaftete im vergangenen Quartal mit 1,01 Dollar pro Aktie einen höheren Gewinn als erwartet, muss jedoch einen Umsatzrückgang von 15,2 Milliarden auf 14,7 Milliarden Dollar verkraften. Die Aktie notiert im Minus.



Neben Unternehmensnachrichten bewegen heute Wirtschaftsdaten den Markt. Der Verbraucherpreisindex, der als größter Inflationsindikator gilt, stieg im vergangenen Monat wie erwartet um lediglich 0,2 Prozent an. Die Kernrate legte nur um 0,1 Prozent zu. Damit ist er Dezember im Jahr 2000 der Monat mit der geringsten Steigerung. Erwartet war ein Anstieg von 0,2 Prozent. Die Reallöhne fielen im Dezember um 0,4 Prozent. Die Wirtschaftsdaten deuten auf eine abkühlende Konjunktur und könnten die US-Notenbank überzeugen, die Zinsen auf ihrer nächsten Sitzung am 31. Januar erneut zu senken.



Auch die Zahlen zur Industrieproduktion fielen geringer aus als prognostiziert. Der Index verlor im Dezember 0,6 Prozent und zeigt noch deutlicher als der Verbraucher-preisindex an, dass sich die amerikanische Wirtschaft von ihrem Höhenflug zur Landung angesetzt hat.



Unter Kursverlusten leiden heute die Ölwerte. "Sell on good news" heißt das an der Wall Street. Wie erwartet senkte die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) am Morgen die tägliche Ölfördermenge um 1,5 Millionen Barrel. Damit reagiert die OPEC auf den Antrag von Saudi Arabien und Kuwait, die die Senkung der Fördermenge gefordert hatten, um den Ölpreis zu stabilisieren. Damit reduziert die Organisation die Fördermengen erstmals in zwei Jahren. Exxon und Schlumberger verlieren an Wert.

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