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05.02.2001

20:24 Uhr

Nasdaq tendierte am frühen Abend 1,8 % niedriger bei 2 612,56 Punkten

Europäische Börsen tendieren leichter

Die europäischen Börsen sind zum Wochenauftakt mehrheitlich leichter aus dem Handel gegangen. Vor allem die Technologiewerte standen am Montag unter Druck. Neben den Verlusten der US-Börse Nasdaq trübten Händlern zufolge pessimistische Einschätzungen für die bevorstehende Veröffentlichung der Ergebnisse des Netzwerk-Herstellers Cisco die Stimmung.

reuters FRANKFURT. Zulegen konnten unterdessen Unternehmen der traditionellen Branchen, die nach Aussagen von Experten von Umsichtungen weg von der so genannten "New Economy" profitierten. Insgesamt bewegten sich die Umsätze jedoch auf niedrigem Niveau, da es an den notwendigen Impulsen gefehlt habe.

Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index tendierte am frühen Abend 1,8 % niedriger bei 2 612,56 Punkten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones lag unterdessen 0,57 % höher bei 10 927,28 Zählern.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz stieg bis gegen 19.15 Uhr MEZ um 0,22 % auf 4 484,26 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) mit 4 667,94 Punkten praktisch unverändert blieb.



London - Pharma- und Öl-Titel stützen

An der Londoner Börse haben Gewinne bei Pharma- und Öl-Titeln Händlern zufolge dem Gesamtmarkt zu einem behaupteten Schluss verholfen. Der FTSE legte 0,2 % auf 6 269,2 Punkte zu. Insgesamt sei das Geschäft jedoch bei moderaten Umsätzen ruhig verlaufen, da sich viele Anleger in Erwartung der der bevorstehenden Zinsentscheidung der Bank von England zurückgehalten hätten, hieß es. Angesichts steigender Rohölpreise legten BP Amoco 1,87 % auf 598-41/61 Pence zu. Shell gewannen 3,05 % auf 573-37/47 Pence. Das Schwergewicht GlaxoSmithKline verteuerte sich um 2,21 % auf 1303-19/50 Pence.

Zürich - Einzelwerte ziegen SMI mit

Der Schweizer Aktienmarkt sei von den Kurssteigerungen ausgewählter Titel getragen worden, sagten Broker. Der SMI schloss 0,51 % höher bei 8 048,40 Zählern. Auf Grund fehlender Impulse hätten sich die Umsätze auf niedrigem Niveau bewegt, hieß es. Standardwerte wie Nestle und Roche profitierten Händlern zufolge von der Zurückhaltung gegenüber konjunktursensitiven Werten und festigten sich um 1,01 % auf 3 490 sfr beziehungsweise 0,36 % auf 15 155 sfr. Bei SAirGroup sorgten die Gespräche über den Beitritt zur One-World-Allianz der British Airways und Spekulationen über den Verkauf der Swissotels an Mövenpick für ein Plus von 2,12 % auf 241 sfr.



Paris - Nach zwischenzeitlichem Minus kaum verändert

In Paris haben die Aktienwerte nach zwischenzeitlichen Verlusten fast unverändert geschlossen. Der CAC40 ging bei 5 823,49 Punkten aus der Sitzung. Die Verluste der Telekom - und Technologiewerte seien durch eine späte Rally bei den Unternehmen der tradtionellen Branchen wettgemacht worden, sagten Händler. Alcatel verloren 2,27 % auf 60,20 Euro und STMicroelectronics 3,46 % auf 46,85 Euro. France Telecom verbilligten sich unterdessen um 0,76 % auf 91,90 Euro. In Erwartung guter Ergebnisse legten unterdessen Händlern zufolge Dassault 2,41 % auf 70 Euro zu. Total-Fina-Elf profitierten nach Aussagen von Händlern von steigenden Öl-Preisen und stiegen um 3,19 % auf 161,50 Euro.



Mailand - Telecom-Italia-Familie belastet

Die italienischen Aktienwerte wurden zum Wochenauftakt Händlern zufolge von den Kursverlusten der Telecom-Italia-Familie (TI) belastet. Der Markt habe die Ankündigung der Umwandlung ihrer Spar- in Stammaktien negativ aufgenommen, hieß es. Die Stämme gaben um 3,6 % auf 13,186 Euro nach, während die Spar-Papiere um knapp sieben Prozent abrutschten. Olivetti verbilligten sich um 4,64 % auf 2,815 Euro. Durch die von TI angekündigte Aktien-Umwandlung fällt der TI-Anteil des bisherigen Mehrheitsaktionärs Olivetti auf unter 50 %. Alitalia gaben 1,2 % auf 2,036 Euro nach, nachdem der Chef der Fluggesellschaft am Freitag zurückgetreten war. Der Mib30 ging 0,79 % niedriger bei 43 703 Zählern aus der Sitzung.



Madrid - Endesa-Iberdrola-Fusion im Mittelpunkt

An der madrilenischen Börse sei die geplante Fusion der beiden Energieerzeuger Endesa und Iberdrola Thema des Tages gewesen, sagten Händler. Die Anleger warteten gespannt auf eine Entscheidung der beiden Unternehmensführungen, nachdem die Regierung den Zusammenschluss am vergangenen Freitag unter strengen Auflagen genehmigt hatte. Endesa und Iberdrola erholten sich gegen Sitzungsende von ihren Tagestiefs und schlossen 0,1 % niedriger bei 19,19 Euro beziehungsweise 0,68 % tiefer bei 14,60 Euro. Terra Lycos setzten unterdessen ihre Talfahrt fort und verloren 5,07 % auf 14,80 Euro. Die Aktie werde vom Rücktritt mehrerer hoher Manager und einer Multi-Milliarden-Dollar-Klage von IDT gegen Terra Lycos unter Druck gesetzt, sagten Händler zur Begründung. Der Ibex blieb fast unverändert bei 9 846,7 Punkten.

Amsterdam - Technologiewerte belasten

Die Amsterdamer Börse ist von Verlusten der Technologietitel belastet worden. Der AEX verlor 0,13 % auf 630,13 Punkte. Die Anleger schichteten angesichts der schwachen Nasdaq-Vorgaben von Technologie- zu Standardwerten um, sagten Händler. Philips Electronics büßten 2,67 % auf 38,25 Euro ein, ASM Lithography gaben 5,23 % auf 27,20 Euro ab. KPN verbilligten sich um 5,86 % auf 15,74 Euro. Unilever verteuerten sich unterdessen um 1,49 % auf 61,30 Euro und Akzo Nobel um 2,7 % auf 53,30 Euro.



Wien - Bei geringen Umsätzen freundlich

Die Wiener Börse hat am Montag bei geringem Handelsvolumen freundlich tendiert. Der ATX schloss 0,81 % im Plus bei 1 137,85 Zählern. Kräftige Gewinne verbuchten Wolford, die 8,47 % auf 18,44 Euro zulegten. Händler konnten eigenen Angaben zufolge keine eindeutigen Gründe ausmachen und verwiesen auf die niedrigen Umsätze. Gefragt waren außerdem Stahl-Titel. Börsianern zufolge profitiere die Branche von Umschichtungen weg von der Technologie- hin zu den traditionellen Branchen. VA Stahl verteuerten sich um 3,48 % auf 30,01 Euro.



Brüssel - GBL zieht Gesamtmarkt ins Plus

In Brüssel sorgte nach Aussagen von Händlern der deutliche Kursgewinn von Groupe Bruxelles Lambert (GBL) für ein Sitzungsende in positivem Terrain. Die Aktie verteuerte sich um 11,16 % auf 274 Euro. Der Bel20 stieg unterdessen um 0,24 % auf 3 009,34 Stellen. GBL hatte zuvor mitgeteilt, ihre 30-prozentige Beteiligung an dem TV- und Radiosender RTL gegen 25 % an Bertelsmann eintauschen zu wollen. Schwergewicht Fortis verlor 0,97 % auf 34,56 Euro, was Händler auf Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kurszuwächsen zurückführten. Der schwache Fortis-Kurs habe einen stärkeren Anstieg des Bel20 verhindert, hieß es. Vor der Bekanntgabe von Unternehmenszahlen am Mittwoch stiegen die Papiere des Chemiekonzerns Solvay um 0,99 % auf 61 Euro.



Stockholm - Sorgen um US-Konjunktur belasten

Die Stockholmer Börse ist nach Aussagen von Brokern von den Sorgen über die weiteren Entwicklung der US-Konjunktur und die Aussichten für die Technologiebranche belastet worden. Der OMX büßte 1,69 % auf 1 066,84 Zähler ein. Unter Druck stand vor allem das Schwergewicht Ericsson, dessen Aktien sich um 3,2 % auf 106 skr vebilligten. Nokia blieben mit 314 skr praktisch unverändert.

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