Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.01.2003

08:38 Uhr

Navigator

Buchmesse auf Sparkurs

VonHans-Peter Siebenhaar

In der Buchbranche wird derzeit jeder Euro umgedreht. Schließlich sinken in vielen Verlagen Umsätze und Renditen. Kein Wunder, wenn deshalb in der ansonsten so betulichen Branche die Neigung wächst, mit alten Traditionen zu brechen.

Die Diskussion um einen Umzug der Buchmesse von Frankfurt nach München ist dafür ein Beleg. Überteuerte Hotels, rückläufige Besucherzahlen und hausbackene Ausstellungskonzepte machen eine Neuorientierung der weltgrößten Büchershow dringend notwendig. Trotz der ganzen Aufregung um einen Standortwechsel deutet aber vieles darauf hin, dass der vom Zaun gebrochene Disput vor allem dazu dient, die Preise in der Bankenmetropole Frankfurt zu drücken.

Dabei wäre ein Umzug auf das moderne, weitläufige Messegelände am Stadtrand von München kein Weltuntergang. Im Gegenteil, München ist seit vielen Jahren die Verlags-Hauptstadt in Deutschland. An der Isar sind nicht nur Dickschiffe wie der Bertelsmann-Buchverlag Random House zu Hause, sondern auch renommierte Häuser wie Hanser, C.H. Beck oder der Taschenbuchverlag dtv.

Andere Mediensparten haben auf die schwierigen Zeiten längst reagiert. So zog die Krisen gebeutelte Fernsehbranche mit ihrer wichtigen Werbezeiten-Verkaufsshow Telemesse im letzten Jahr vom teuren Düsseldorf ins preiswertere Köln. Die Freude der Sender über die gesparten Euros war groß.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×