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05.02.2004

07:02 Uhr

NAVIGATOR

Konkurrenz im Nacken

VonTorsten J. Gerpott (Professor an der Uni Duisburg)

Wer auf die Kundenzahlen der vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber schaut, könnte zu dem Schluss kommen: 2003 war für alle ein gutes Jahr.

Immerhin wuchs der Kundenbestand in den Mobilfunknetzen um 5,6 auf 64,8 Millionen, nachdem es im Vorjahr gerade mal drei Millionen gewesen waren. Zugleich stieg der Mobilfunk-Verbraucherpreisindex 2003 sogar leicht. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten (ohne SMS) stieg um mehr als 70 Prozent, obwohl er erst 1,2 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht.

Bei genauerem Hinsehen waren die Anbieter aber doch unterschiedlich erfolgreich. Die Aufsteiger sind Vodafone D2 und O2. D2 rückte beim Marktanteil um 0,6 Prozentpunkte an T-Mobile heran, ohne weniger profitabel zu werden. Mit 38 Prozent liegt Vodafone nun nur noch um 2,7 Punkte hinter der Telekom. Auch O2 kam mit einem Kundenanteil von 8,6 Prozent dem Dritten E-Plus näher, der Ende 2003 noch bei 12,7 Prozent lag. Zählt man nur die Kunden, die direkt - also nicht über einen Service-Provider wie Debitel - Verträge mit einem der vier Mobilfunker haben, dürften sich heute die Kundenzahlen von D2 und T-Mobile sowie O2 und E-Plus kaum noch unterscheiden. Wenn T-Mobile und E-Plus die Angreifer abwehren wollen, dann müssen sie jetzt schnell und reibungslos kreative UMTS-Dienste einführen. Nur so können sie die Grenzen ihres bisherigen Geschäfts sprengen.

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