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06.01.2003

07:38 Uhr

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Langer Atem

VonAndrej Vizjak (Vice President bei A.T.Kearney)

Immer mehr deutsche Verlagshäuser suchen den Weg aus ihren TV-Beteiligungen. Von Restrukturierung ist die Rede oder von einer - stets zugkräftigen - Rückbesinnung auf die traditionelle Kernkompetenz.

Andrej Vizjak

Zugegeben: Es ist nicht ganz billig, sich außerhalb des angestammten Kerngeschäfts in neuen Bereichen zu engagieren. Auch mögen Zeitungsmenschen stets ein gewisses Misstrauen gegenüber elektronischen Medien hegen; denn hier wird nach anderen Regeln gespielt. Aber ist das Grund genug, sich bei rückläufigen Ergebnissen aus einer Investition zurückzuziehen? Kaum. Hier ist langer Atem gefragt.

Betrachtet man die Entwicklung der 25 weltweit größten Medienunternehmen, so zeigt sich, dass diese in den vergangenen zehn Jahren mit insgesamt 11 % überdurchschnittlich gewachsen sind. Ebenso erweist sich, dass die elektronischen Medien einer der wichtigsten Wachstumsfaktoren der Branche sind. Die zunehmende Konvergenz traditioneller und elektronischer Medien macht Akquisitionen in der Medienbranche erst profitabel. Die operativen Synergien haben sich über die vergangenen zehn Jahre bei den Top-25-Medienunternehmen auf einen Einspareffekt von 10 % addiert.

Um diese Vorteile nutzen zu können, braucht man aber einen langen Atem. Wer sich zu früh aus Investitionen zurück zieht, verbrennt sein Geld.

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