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03.01.2003

07:00 Uhr

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Vodafone muss US-Problem lösen

VonKatharina Slodczyk

Es ist keine ganz einfache Beziehung zwischen dem britischen Mobilfunker Vodafone und seinem US-Partner Verizon Communications. Schön öfter gerieten sie aneinander, wenn es um ihr Joint Venture Verizon Wireless ging.

An dem US-Mobilfunkmarktführer ist Vodafone mit 44 Prozent beteiligt. In diesem Jahr können die Briten diese unselige Beziehung beenden, denn sie haben die Option, ihre Anteile an Verizon Wireless an die Mutter zu verkaufen - frühestens Mitte 2003. Doch schon seit Wochen spekulieren Experten, welchen US-Mobilfunker Vodafone dann übernimmt. Eines steht schon heute fest: Es wird ein Anbieter sein wie AT&T Wireless oder Cingular Wireless, dessen Technik mit dem europäischen Mobilfunkstandard kompatibel ist. Dagegen hat sich Verizon bisher gesperrt. Schlecht für Vodafone: Die erhofften Synergien sind ausgeblieben.

Diesen Fehler hat die Deutsche Telekom bei der Expansion in die USA vermieden. Die dortige Tochter nutzt den europäischen Standard und würde daher auch gut zu Vodafone passen. Freilich, die erste Wahl wäre sie nicht, die Briten werden wohl einen größeren US-Mobilfunker vorziehen. Zudem müsste sich die Telekom auf eine Kooperation mit dem Rivalen einlassen und sich von dem Traum verabschieden, in den USA eine Mehrheitsbeteiligung zu haben. Denn eine Minderheit wird Vodafone wohl nie wieder hinnehmen. Das gibt nur Stress - wie mit Verizon.

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