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10.01.2003

07:17 Uhr

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Von Mythen und Medien

VonPetra Schäfer (Medienredakteurin beim Handelsblatt)

Wenn die deutsche Medienlandschaft neben dem gescheiterten Filmhändler Leo Kirch einen Mythos hat, dann ist es mit Sicherheit Helmut Thoma.

Der gebürtige Österreicher zählt zum Urgestein des deutschen Privatfernsehens, schließlich hat er den bislang erfolgreichsten Privatsender, RTL, aufgebaut und bis 1998 als Geschäftsführer das Ruder in der Hand gehalten. Nun will der umtriebige Ex-Sendermanager und Medienberater des Landes Nordrhein-Westfalen wieder vorn mitrudern: Bei der Pro Sieben Sat 1 Media AG. "Es wäre ja fast beleidigend, wenn man mich bei der Suche nach einem neuen Chef der Sendergruppe nicht in die Überlegungen mit einbeziehen würde", sagt Thoma.

Zwar ist der Verkauf der Sendergruppe aus dem zerbröckelten Kirch-Reich an ein Konsortium um den Hamburger Heinrich Bauer Verlag noch immer nicht in trockenen Tüchern. Auch heißt es aus dem Bauer-Verlag offiziell: "Es gibt keinen Kandidaten für die Führung der Pro Sieben Sat 1 Media AG." Doch in der Branche laufen bereits die Drähte heiß, wer die eventuelle Nachfolge des jetzigen Vorstandsvorsitzenden Urs Rohner antreten könnte. Thomas Nachfolger bei RTL, der jetzige Senderchef Gerhard Zeiler, scheint aus dem Kreis der Anwärter auszuscheiden: Erst Ende Dezember unterschrieb Zeiler die Vertragsverlängerung bei RTL bis 2006. Also Weg frei für Thoma? Der Mythos lebt jedenfalls.

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