Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2001

09:56 Uhr

Reuters ZÜRICH. An der Frankfurter Strombörse EEX (European Energy Exchange) sollen ab dem 1. März 2001 auch Strom-Terminkontrakte gehandelt werden. Wie EEX-Vorstandsmitglied Hans Schweickardt am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Zürich erklärte, hätten sich bereits 20 Teilnehmer aus fünf Ländern für den Handel an der EEX angemeldet. Mit dem Handel von Terminkontrakten, die sich am Spotmarkt orientieren, solle den Teilnehmern die Möglichkeit der finanziellen Absicherung vor Kursschwankungen am Basismarkt geboten werden. Bis zu maximal 18 Monate im Voraus können Vereinbarungen eingegangen werden.

Die EEX bietet seit dem 1. August 2000 auf dem System der deutsch-schweizerischen Derivatebörse Eurex einen Spothandel für Strom an. An der EEX ist die Eurex mit 46,5 % und die Energiewirtschaft mit 53,5 % beteiligt. Neben der EEX bietet auch die Leipziger Börse LPX einen Stromhandel an. Der Strom-Preis an der LPX wird allerdings durch ein Auktionsverfahren ermittelt.

Terminbörse soll rund 10 % des Stromverbrauchs handeln

Das Handelsvolumen an der EEX-Terminbörse dürfte im ersten Jahr rund 10 % des Landesverbrauchs in Deutschland ausmachen, was dem Volumen von 25-50 Terrawatt-Stunden entspricht, erklärte Schweickardt. Die Vision für die EEX geht aber über den reinen Spot- und Terminhandel für Strom hinaus. An der Börse dürfte zu einem späteren Zeitpunkt auch Öl, Gas oder Emissionzertifikate gehandelt werden, erklärte er. Grundsätzlich geht Schweickardt davon aus, dass sich in Europa nur wenige Strombörsen durchsetzen werden und dass es vielleicht gerade mal Platz für zwei bis drei Börsen geben werde. Grund für diese Einschätzung sind die im Vergleich zu einer Aktienbörse tiefen Transaktionsgebühren. "Das Überleben wird schwierig", sagte er weiter.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×