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08.01.2001

19:01 Uhr

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Negative Stimmung

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Bei so viel negativer Stimmung kann es den Börsen nicht gut gehen. Zum Wochenauftakt werden auch von Analystenseiten die Angst vor einer Rezession immer lauter. Die Investmentbank Morgan Stanley befürchtet eine Rezession in den nächsten sechs Monaten. Das Risiko einer globalen Rezession liegt laut Morgan Stanley bei mittlerweile 45 Prozent.

Am Mittag dümpeln beide Indizes mit Verlusten von rund 50 Punkten einheitlich im Minus. Technologiewerte tendieren schwach. Lediglich defensive Aktien wiegen Verluste auf. Nachdem die US-Notenbank in der vergangenen Woche die Leitzinsen überraschend gesenkt hat, konnten die Börsen keine Pluspunkte mehr erzielen. Die Euphorie über die Zinssenkung ist verebbt. Niemand kann mehr verhehlen, dass niedrigere Zinsen nicht die schwindenden Gewinne retten können.



Die größten Verlierer sind die Computeraktien. Bear Stearns hat einen negativen Kommentar zu den Aktien veröffentlicht. Demnach sei es wahrscheinlich, dass die überwiegende Zahl der Computerhersteller ihre Gewinn- und Umsatzschätzungen nach unten korrigiert. Bear Stearns befürchtet, dass eine schwache Nachfrage und einen aggressiver Preiskampf die Gewinnmargen der Computerhersteller weiter belasten könnte. Besonders negativ gestimmt sind die Experten auf Dell Computer. Das Analystenhaus senkt seine Gewinnschätzungen für den Computerhersteller um 5,4 Prozent. Neben Dell geraten auch Sun Microsystems und Apple Computer unter Druck.



Aktien von Fluggesellschaften notieren am Montag gemischt. Unbestätigte Gerüchte, dass American Airlines den angeschlagenen Konkurrenten Trans World Airlines übernimmt, bewegt den Sektor. Zudem will American Airlines dem Wall Street Journal zufolge für 1,4 Milliarden Dollar Teile von US Airways übernehmen. Die Aktie von American fällt bis zum Mittag um vier Prozent. US Airways profitiert von den Neuigkeiten und tendiert um elf Prozent stärker.



Auch Ölaktien bekommen Wind durch Spekulationen. Gerüchten zufolge könnte die OPEC auf ihrer nächsten Sitzung die Produktion auf unter eine Million Barrels kürzen. Eine Verringerung der Ölförderung sollte die Preise etwas in die Höhe treiben.



Getränkeaktien profitieren von einer Aufstufung durch Goldman Sachs. Nach Aussagen der Analysten könnten die Getränkekonzerne wie Pepsi und Coca-Cola Quartalszahlen melden, die die Erwartungen erfüllen.



Die Aktien von Alcoa legen zu. Die weltgrößte Aluminium-Schmelzhütte hat Quartalsergebnisse gemeldet, die die Konsensschätzungen übertreffen. Vermehrte Akquisitionen verbesserten Alcoas Gewinne.

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