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07.02.2002

12:30 Uhr

Negativkontrolle unterlassen

Auch in Baden-Württemberg Panne in BSE-Labor

Auch in einem baden-württembergischen Privatlabor ist es zu Unregelmäßigkeiten bei BSE-Tests gekommen. Wie das Landwirtschaftsministerium in Stuttgart mitteilte, wurde bei einem Teil der Tests mindestens eine Negativkontrolle unterlassen. Der Hersteller des Testsystems schreibe vier Kontrollen vor.

ap STUTTGART/WIESBADEN. Der Testbetrieb bei dem Labor sei gestoppt worden, hieß es. Derzeit werde untersucht, ob die betreffenden Testergebnisse unverwertbar seien, erklärte die Landesregierung. Maßnahmen zur Sicherstellung des Fleisches seien eingeleitet worden. Unterdessen berichtete die Wiesbadener Landesregierung, dass in Hessen unkorrekt getestetes Rindfleisch zu insgesamt 12,5 Tonnen Hamburgern verarbeitet und in verschiedene Bundesländer geliefert worden ist.

Wie die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU) am Donnerstag berichtete, gingen die Hamburger an Großküchen sowie den Lebensmittelhandel in Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Gegenüber dem Hersteller sei eine Rückrufaktion angeordnet worden. Offenbar ist noch unklar, ob von den Hamburgern eine Gesundheitsgefährdung ausgeht.

Nach Angaben des Ministeriums stammte das Rindfleisch aus jenen Beständen, in einem fränkischen Labor ohne entsprechende Zulassung auf die Rinderseuche getestet wurden. Ob das betroffene Fleisch von einem jener Rinder stammte, die auch handwerklich mangelhaft untersucht wurden, werde noch geprüft. Der Bundesfachverband Fleisch sprach sich am Donnerstag für den Erhalt der privaten BSE-Labore aus. Zudem stelle sich bei Verstößen die Frage der staatlichen Haftung, da die BSE-Tests eine hoheitliche Maßnahme seien, erklärte der Verband der Fleischwirtschaft.

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