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02.08.2000

20:28 Uhr

dpa FRANKFURT. Die deutschen Standardwerte haben sich zur Wochenmitte leichter präsentiert. Das Börsenbarometer Dax schloss bei 7 112,45 Punkten mit 0,46 % im Minus. Der MDax aus 70 Nebenwerten verbesserte sich hingegen um 0,53 % auf 4 813,73 Zähler. Der NEMAX 50 (Performance Index) am Neuen Markt schwächte sich um 1,04 % auf 5 773,58 Punkte ab.

In Paris gingen die Aktien unverändert aus dem Handel. Die Börse in London schloss gut behauptet. Die im Euro-Stoxx-50 zusammengefassten europäischen Standardwerte gaben um 0,24 % auf 5 091,89 Punkte nach.

Der Aktienhändler Markus Koch von Warburg Dillon Read sprach von einem müden Handel mit mäßigen Umsätzen. "Starke Bewegungen konnten wir nur in einzelne Aktien wie Deutsche Bank und Deutsche Telekom sehen", fügte er hinzu.

Zu den großen Verlierern im Index zählten die Aktien der Münchener Rückversicherung. Der Titel gab um 3,95 % auf 325,60 Euro nach. Händler begründeten die Verluste mit anhaltenden Spekulationen über die Position des Rückversicherers in einem neu gewichteten Euro- Stoxx-50-Index. Auch Technologietitel gaben überwiegend nach. An der Börse gab es Stimmen, die noch kein Ende für die Talfahrt der High- Tech-Titel sehen. Siemens-Aktien büßten 1,4 % auf 165,90 Euro ein. Die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon verbilligte sich um 2,94 % auf 70,99 Euro. SAP gaben um 0,57 % auf 245,60 Euro nach.

Gegen die allgemeine Tendenz bei Technologiewerten verteuerten sich die Aktien der Siemens-Tochter Epcos um 1,52 % auf 100 Euro. Die Titel des Herstellers von passiven Bauelementen hätten in den vergangenen Wochen stark verloren, meinte ein Händler. Nun seien sie wieder günstig zu haben. Auch rechnet er mit guten Zahlen für das erste Halbjahr, die Epcos am Donnerstag veröffentlicht.

Spekulationen über ein Rekordergebnis für das erste Halbjahr trieben die Aktie der Deutschen Bank in die Höhe. Der Titel stieg um 4,13 % auf 98 Euro. Die Bank wird am Donnerstag ihre Zahlen veröffentlichen. "Im Moment geistert sogar ein Gerücht von einer Sonderdividende durch die Finanzwelt", meinte Analyst Georg Kanders von West LB Panmure. Die Commerzbank-Aktie profitierte von neu aufgeflammten Gerüchten um eine Übernahme der Frankfurter Bank durch die britisch-asiatische Bank HSBC. Commerzbank kletterten um 2,24 % auf 38,85 Euro.

Der Mischkonzern Preussag zählte an der Frankfurter Börse zu den Gewinnern. Die Aktien legten dank guter Zahlen der Tochter TUI um 4,40 % auf 33,93 Euro zu. Die Börse reagiere weiter auf die TUI-Zahlen aus der vergangenen Woche, begründete der Analyst Christian Obst von der der HypoVereinsbank die Kursgewinne.

Der Rentenmarkt tendierte leichter. Der Bund-Future lag mit 105,67 Punkte um 0,1 % im Minus. Gleichzeitig büßte der Rentenmarktindex REX um 0,6 % auf 109,2001 Punkte nach. Die Umlaufrendite lag bei 5,23 (Dienstag: 5,25) Prozent.

Der Euro bewegte sich weiterhin unter der 92-Cent-Marke. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Abend 0,9152 $. Damit war die Dollar-Note 2,1368 DM wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs für den Euro auf 0,9142 (0,9264) US- $ fest. Ein Greenback war damit 2,1394 (2,1112) DM wert.

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