Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.02.2001

11:26 Uhr

Neue Auflage im Schwarzgeld-Skandal der hessischen CDU

Ferrero-Manager vor dem Parteispendenausschuss

Außer dem Ferrero-Manager und seinem Nachfolger soll auch der hessische Ministerpräsident Roland Koch erneut vor den Untersuchungsausschuss.

ap BERLIN. Die Schwarzgeldmillionen der Hessen-CDU haben erneut den Parteispendenausschuss des Bundestages beschäftigt. Erster Zeuge am Donnerstag war der ehemalige Ferrero-Manager Arthur Kurrle, der zu den anonymisierten Barspenden seines Hauses befragt wurde. Als weitere Zeugen standen Kurrles Nachfolger Ludwig Koll und der hessische Ministerpräsident Roland Koch auf dem Programm.

Kurrle berichtete über regelmäßige Barspenden des Süßwarenherstellers an den ehemaligen hessischen CDU-Schatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein. Er selbst habe das Geld von 1993 bis zu seiner Pensionierung 1998 übergeben. Im Jahr habe es sich durchschnittlich um 100 000 DM gehandelt. Es habe auch ein Jahr gegeben, in dem nur 50 000 DM übergeben worden seien. Dafür seien es in einem anderen Jahr höhere Beträge gewesen.

Die Initiative zu den Spenden ging nach Angaben von Kurrle von Wittgenstein aus, der sich regelmäßig gemeldet habe. Das Geld, das aus einer Reisekostenkasse genommen worden sei, sei von dem Süßwarenhersteller als nicht abzugsfähige Ausgabe verbucht worden. Mit Wittgenstein sei vereinbart worden, den Spendenfluss vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Ferrero habe im eigenen Haus auch keine parteipolitischen Diskussionen führen wollen, sagte Kurrle.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×