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07.01.2003

08:42 Uhr

Neue Benotungen von Feri Trust

Fonds von ABN Amro werden herabgestuft

"Die ABN-Amro-Gruppe steht mit einigen ihrer Aktienfonds unter Druck", stellt Lars Kolbe von der Fondsresearchfirma Feri Trust fest. Feri weist in seiner aktuellen Liste von Investmentfonds mit starken Rating-Veränderungen insgesamt vier Produkte des niederländischen Anbieters ABN Amro aus. Die Einstufungen verschlechterten sich deutlich. Im Fall des deutschen Aktienfonds German Equity Fund fiel die Bewertung von einem sehr guten "(A)" auf ein durchschnittliches "(C)", in drei anderen Fällen sogar von "(B)" auf ein unterdurchschnittliches "(D)".

ina FRANKFURT/M. Kolbe erläutert die Gründe: ABN Amro habe bis ins Jahr 2001 hinein stark auf Wachstumswerte gesetzt und von deren guter Wertentwicklung profitiert. Anschließend sei die Anlagepolitik deutlich defensiver ausgerichtet worden. Das habe die längerfristigen Wertentwicklungen im Vergleich zu denen der Konkurrenten und Indizes teilweise deutlich zurückgeworfen. Aufgrund der Betrachtung der jeweils aktuellen Fünfjahresperiode für das Rating fielen die "guten" Fondsjahre nun allmählich aus dem Bewewertungsprozess heraus.

Das Handelsblatt veröffentlicht die genannte Liste monatlich und exklusiv. Die Übersicht bietet eine vollständige Aufzählung aller Produkte, bei denen sich die Bewertung im aktuellen Zwölfmonatsrückblick (November 2001 bis November 2002) um mindestens zwei Klassen verändert hat. Ein zweiter exklusiver Leserservice ist die so genannte Beobachtungsliste. Sie kann Anlegern als eine Art Frühwarnsystem für mögliche Rating-Veränderungen dienen. Die Gründe für denkbare Herauf- oder Herabstufungen werden zusätzlich genannt: Verbesserungen oder Verschlechterungen bei der Performance bzw. beim Risiko sind in der Kommentarspalte durch die Kürzel "P+", "P-" bzw. "R+" oder "R-" gekennzeichnet. An möglichen Veränderungen können aber beispielsweise auch Managerwechsel ("MW") oder Strategieänderungen ("S") einen Anteil haben.

Die vorgestellten Bewertungen bieten Investoren eine Orientierungshilfe bei der Produktwahl innerhalb der gleichen Anlagegruppe; Ratings von Fonds aus unterschiedlichen Anlagegruppen sind daher nicht vergleichbar. Per saldo gibt das Rating Aufschluss darüber, inwieweit der Fonds für einen mittelfristigen Zeitraum eine stabile überdurchschnittliche Wertentwicklung bei relativ niedrigem Risiko ausweist.

Zur Notengebung im Einzelnen: Die Feri-Strategen in Bad Homburg bilden in den wichtigsten Fondsgruppen fünf Qualitätsstufen auf einer Skala von "(A)" für sehr gut bis "(E)" für schwach. Die Gesamtnote wird zu 70 Prozent durch die Ergebnisse der Performanceanalyse bestimmt, zu 30 Prozent durch das Risiko. Bei den Performanceaspekten zählt zum einen die Wertentwicklung im Verhältnis zum Vergleichsindex und zu anderen Fonds mit ähnlicher Ausrichtung. Zum anderen fließen die Stabilität der Wertentwicklung sowie das Fondsverhalten in Auf- und Abschwungphasen an der Börse mit in die Bewertung ein.

Für ein Rating kommen nur Produkte in Frage, die fünf Jahre oder länger existieren. Noten werden nur vergeben, wenn es mindestens 20 Konkurrenzfonds gibt. Bestimmte Fondsgruppen sind von der Bewertung grundsätzlich ausgeschlossen. Das gilt insbesondere für Geldmarkt- und Immobilienprodukte, bei denen eine vergleichende Bewertung dank ihrer durchweg stetigen Performance wenig aussagekräftig wäre.

Quelle: Handelsblatt

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