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30.01.2001

16:24 Uhr

dpa DAVOS. Computer und Internet können die Entwicklung armer Länder nach Ansicht von Experten durch die Verbreitung lebenswichtiger Informationen vorantreiben. Damit die Menschen davon profitieren können, müssten jedoch neue Computer gebaut werden, die ohne Strom laufen und von Analphabeten genutzt werden können, sagte der Computerwissenschaftler Rajendra Pawar von der amerikanischen Carnegie Mellon Universität am Dienstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Die Frage, ob Informationstechnologie bei der Bekämpfung der Armut helfen kann, wurde von allen Teilnehmern der Podiumsdiskussion bejaht. John Gage, Direktor der Forschungsabteilung bei Sun Microsystems, und Anuradha Vittachi, Direktorin der britischen Menschenrechtsorganisation Oneworld, gaben mehrere Beispiele: Die Mutter, die per Telefon oder Computer herausfinden kann, wie sie ihr krankes Kind behandeln muss, der Bauer, der in Erfahrung bringen kann, ob die Preise für seine Früchte auf einem entlegenen Markt hoch genug sind und sich die lange Reise dahin lohnt, die Dorfbewohner, die verfolgen können, wo das Geld für ihr neues Schulhaus abgeblieben ist.

Pawar appellierte an das Weltwirtschaftsforum, die Vereinigung der rund 1 000 größten Unternehmen der Welt, den Anstoß für die Entwicklung neuer Computer zu geben. Die Maschinen müssten erschwinglich und mit Spracherkennung für Analphabeten ausgestattet sein, sowie störungsfrei auch dort laufen, wo es keinen Strom gibt. Regierungen müssten umsonst die Internetverbindung über Satellit zur Verfügung stellen, und Hilfsorganisationen sollten Webseiten mit Informationen für Menschen in abgelegenen Regionen schaffen.

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