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03.03.2003

14:14 Uhr

"Neue Dimension" des Krieges

US-Streitkräfte hoffen auf Zustimmung der Türkei

Die US-Streitkräfte hoffen weiter auf Zustimmung der Türkei zur Stationierung von Truppen für einen Irak-Krieg. "Die Türkei bleibt die beste Option", sagte der Kommandeur der US- Streitkräfte in Europa, General James Jones, am Montag in Stuttgart.

HB/dpa STUTTGART. Die Militärs würden zunächst die Ergebnisse diplomatischer Verhandlungen abwarten. Falls es bei der Ablehnung der Türkei bleibt, könnte Material verstärkt durch den Suez-Kanal zum Persischen Golf gebracht werden, sagte Jones, der auch Nato-Oberbefehlshaber in Europa ist.

Bisher hätten rund 9 500 der knapp 120 000 in Europa stationierten US-Streitkräfte einen Einsatzbefehl zur Unterstützung von Truppen in der Krisenregion erhalten. Die meisten davon sind in Deutschland stationiert. Die Zahl war im Laufe des Montags um 2 000 gestiegen, weitere Einsatzbefehle werden in den nächsten Tagen erwartet. Die bisher unter Jones' Kommando stehenden Truppen sollen im Fall eines Krieges den Aufbau einer Front im Norden des Iraks unterstützen.

Eine bewaffnete Auseinandersetzung im Irak würde vermutlich eine "neue Dimension" des Krieges bedeuten, sagte Jones. Vor allem der mögliche Einsatz chemischer und biologischer Waffen und ein befürchteter Häuserkampf in der Millionenstadt Bagdad würden die Streitkräfte vor neue Herausforderungen stellen. "Militärische Planung sollte immer den schlimmsten Fall berücksichtigen", betonte der General.

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