Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.03.2004

12:38 Uhr

Neue Gaumenfreuden für die EU

Ost-Erweiterung beschert lukullische Genüsse

EU-Erweiterung bringt neue Gaumenfreuden: Würziger Schafskäse und edler Wein, manche Spezialitäten der neuen EU-Länder haben Chancen, ein Exportschlager zu werden.

HB HAMBURG. Für einige Hersteller bringt der EU-Beitritt aber auch ganz neue Hindernisse mit sich. Die Einführung der strengen EU-Richtlinien bedeutet für einige Produkte sogar das Aus. Hier eine Auswahl der Spezialitäten, welche sich die EU demnächst schmecken lassen darf und welche nicht:

Traditionelle Spezialitäten aus den baltischen Staaten sind von den strengen EU-Richtlinien bedroht. So werden die frischen Blutwürste, die auch Innereien enthalten, künftig wohl nur unter der Ladentheke angeboten. Auch Riesensalamis sind gefährdet, weil sie in den Urinbeuteln von Schweinen getrocknet werden.

Als Leibspeise in Malta gilt das Kaninchen - gebraten, gegrillt oder auch als Eintopf. Ansonsten ist der italienische Einfluss auf die Küche unverkennbar. Im übrigen breiten sich auf der Touristeninsel immer mehr Hamburger-Ketten aus.

In Polen hat Wodka Tradition - im Ausland sind vor allem die Marken Wyborowa und der goldfarbene, mit einem Halm Bisongras versetzte und leicht zimtig schmeckende Zubrowka bekannt. Besonderen Schutz als regionale Spezialität soll Oscypek, der pikante geräucherte Schafskäse aus Südpolen, in der EU genießen.

Aber auch die Slowaken setzen auf Schafskäse als Exportschlager. Der Schafskäse Bryndza (Brimsen) wurde von der EU als landestypische Spezialität anerkannt und darf nur von der Slowakei exportiert werden. Der Käse bildet auch die Grundlage für das slowakische Nationalgericht Bryndzove halusky (Brimsennocken), das man Touristen gerne als Symbol für das traditionell eher ärmliche slowakische Essen serviert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×