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17.01.2003

14:00 Uhr

Neue Idee

Technologie durch „Urheberaktien“ fördern

Die Unsicherheit nimmt zu, die Skepsis wächst. Die inzwischen spürbar nahe Kriegsgefahr lähmt zusätzlich.

Das schlägt sich auch in unserem laufenden Wettbewerb "Dax-Tipp 2003: Wer hat den richtigen Riecher?" nieder, denn die Börsenvorhersagen der Handelsblatt-Leser sind inzwischen mehrheitlich vorsichtiger als in den ersten Januartagen.

Während die Bereitschaft sehr groß ist, trotz der miesen Gesamtstimmung eine Prognose für den Aktienindex zum Jahresende abzugeben - der Gewinner erhält eine "goldene Nase" -, bleiben kreative Vorschläge zur Stärkung der deutschen Wirtschaft im Rahmen meiner "Aktion Optimismus" rar. Vielleicht ist alles ja längst gesagt, gewünscht, gefordert worden. Vielleicht liegt es jetzt nur noch an den Regierenden, das Nötige zu tun ...

Zu den ungeduldigen Aktiven gehört jedoch Gerd Neumann aus dem bayerischen Kipfenberg. Der Informationsbroker und Technologieberater hat unter dem Arbeitstitel "Urheberaktien" einen Vorschlag entwickelt, der vertiefende Diskussion verdient. Neumann knüpft dabei an ein früheres Zitat von Kurt Biedenkopf an: "Geld geht dahin, wo Wissen ist. Nicht umgekehrt. Das wird eines der vielen Probleme Deutschlands im 21. Jahrhundert."

Worum geht es dem Unternehmensgründer? Er setzt auf eine nachhaltige Stimulierung der Wirtschaft durch steuerliche Begünstigungen von Lizenzeinnahmen aus Urheber- und Patentrechten, deren Entwicklungsleistung in Deutschland erbracht wurde. Solche Rechte könnten kann wie Aktien gehandelt werden, um auf diese Weise den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland über Investitionen zu stärken. Anlegern könnte damit ein lukrativer Investitionsanreiz geboten werden.

Die Vision ist, durch den Handel mit Urheber- und Patentrechten einen neuen Neuen Markt zu installieren, auf dem diesmal aber bewusst in die Chancenpotenziale und Risiken, die neue Technologien bieten, investiert werden kann. Besonders attraktiv könnten dann auch entsprechende Technologiefonds werden, die Anteile an solchen "Urheberaktien" erwerben. Neumann hofft gerade durch den Risiko streuenden Fondsmix, dass der Wirtschaftsfaktor Technologie wieder börsenfähig wird.

Nach zuverlässigen Informationen hat diese Idee des Informationsbrokers in politischen Kreisen bereits Interesse gefunden. Es gibt sie also doch noch - Unternehmergeist und Innovationsbereitschaft.

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