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21.01.2003

15:10 Uhr

Neue Produkte und weitere Kostensenkung

Ford weiterhin in den roten Zahlen

Die Ford Motor Company hat für das Gesamtjahr 2002 und für das Schlussquartal rote Zahlen ausgewiesen, doch waren die Verluste erheblich geringer als im Vorjahr.

HB/dpa DEARBORN. Ford hat unter Ausklammerung von Sonderfaktoren im vierten Quartal 2002 sogar einen leichten Gewinn verbucht. Die Ford-Finanztochter hat gut verdient, während es im Autogeschäft noch rote Zahlen gab. Ford befindet sich mit General Motors, Daimler-Chrysler und den anderen Anbietern aus Europa und Fernost in einem harten Wettbewerb, wobei GM die Konkurrenten im heimischen Markt mit riesigen Verkaufshilfen unter Druck gesetzt hat.

Der zweitgrößte Autokonzern der Welt hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 980 Millionen Dollar oder 55 Cent verbucht gegenüber roten Zahlen von 5,45 Milliarden Dollar in 2001 als die Rückrufaktion von Firestone-Reifen und hohe Restrukturierungsausgaben das Ergebnis belastet hatten. Ford hatte 2002 unter Ausklammerung von Sonderbelastungen 872 (Vorjahr: 782) Millionen Dollar oder 47 (44) Cent je Aktie verdient. Dies gab Ford am Dienstag bekannt.

Ford-Chef Bill Ford hob "solide Fortschritte" bei der Umsetzung des Sanierungsplans hervor. Das Unternehmen will bis Mitte des Jahrzehnts auf operativer Basis jährlich Gewinne von sieben Milliarden Dollar erreichen. Das Unternehmen will den Plan mit neuen Produkten und weiteren Kostensenkungen vorantreiben. Finanzchef Allan Gilmour rechnet trotz der unsicheren US-Wirtschaftsaussichten in diesem Jahr mit einem guten Autoabsatz. Der Ford-Jahresumsatz stieg um ein Prozent auf 162,6 (160,8) Milliarden Dollar. Der weltweite Autoabsatz fiel 2002 auf 6,98 (sieben) Millionen Stück.

Ford hat im vierten Quartal des vergangenen Jahres einen Verlust von 130 Millionen Dollar oder sieben Cent je Aktie verbucht. Das Unternehmen hatte in der Vorjahresvergleichszeit rote Zahlen von fünf Milliarden Dollar ausgewiesen. Klammert man Sonderfaktoren aus, dann verdiente Ford im Schlussquartal 150 Millionen Dollar oder acht Cent je Aktie, während die Analysten auf dieser Basis mit einem Gewinn von sechs Cent je Aktie gerechnet hatten. Der Quartalsumsatz stieg um 869 Millionen Dollar auf 41,6 Milliarden Dollar, obwohl der globale Autoabsatz leicht auf 1,791 (1,813) Millionen Stück geschrumpft war.

Zu den Restrukturierungsmaßnahmen zählten die Beseitigung von 950 Stellen bei Jaguar, Land Rover und Volvo, Rationalisierungsaktionen in Genk (Belgien) und der Transfer der Transit-Produktion an Ford Otosan (Türkei). In Köln habe es auf Grund der Restrukturierung Verbesserungen gegeben.

Ford hat im vergangenen Jahr mit seinen Autooperationen einen Verlust von 539 Millionen Dollar verbucht gegenüber roten Zahlen von 1,96 Milliarden Dollar im Vorjahr. Im vierten Quartal 2002 gab es im Autobereich ein Minus von 191 (803) Millionen Dollar.

Der Gewinn der europäischen Ford-Autooperationen schrumpfte 2002 auf nur noch zwölf (266) Millionen Dollar. Der Europa-Umsatz erhöhte sich auf 32,1 (31,9) Milliarden Dollar. Im Schlussquartal fiel in Europa ein Verlust von 139 Millionen Dollar an gegenüber einem Gewinn von 61 Millionen Dollar in dem entsprechenden Vorjahresabschnitt. Der Quartalsumsatz erhöhte sich auf 9,2 (8,5) Milliarden Dollar.

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