Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.04.2003

08:15 Uhr

Neue Projekte entwickeln sich planmäßig

Schwarz Pharma mit deutlichem Gewinnsprung

Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat im ersten Quartal 2003 dank seines verkaufsstarken Magenmittels Omeprazol einen deutlichen Gewinnsprung verzeichnet.

Reuters FRANKFURT. Der Überschuss sei auf 54,6 Millionen Euro geklettert nach 4,7 Millionen Euro im ersten Quartal 2002, teilte das Unternehmen mit Firmensitz in Monheim am Mittwoch mit. Damit übertraf Schwarz Pharma die Durchschnittsschätzung von Analysten, die nach einer Reuters-Umfrage im Schnitt mit einem Überschuss von 46,71 Millionen Euro gerechnet hatten. Mit seinen Zahlen sieht sich Schwarz Pharma auf Kurs für die erst vor kurzem angehobenen Jahresziele. Erst im Oktober hatte die Schwarz Pharma Tochtergesellschaft KUDCo die Zulassung erhalten, mit Omeprazol auf dem US-Markt das bislang einzige Nachahmerprodukt des einst bestverkauften Magenmittels Prilosec von AstraZeneca zu vertreiben. Die Aktie legte zu Handelsstart über 3,8 Prozent auf 41 Euro zu.

Auf gutem Weg, Jahresziel zu erreichen

"Das erste Quartal hat uns ein wichtiges Stück näher an die Erreichung unserer Jahresziele gebracht", kommentierte Vorstandschef Patrick Schwarz-Schütte. Die Geschäftsprognose für das Gesamtjahr wurde bekräftigt. Danach erwartet Schwarz Pharma bei unveränderten Wechselkursen einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro und einen Jahresüberschuss von rund 250 Millionen Euro. Zu seinen klinischen Entwicklungsprojekten teilte das Unternehmen mit, sämtliche sechs Projekte in den Bereichen Urologie und Neurologie entwickelten sich planmäßig. Zwei der Projekte befinden sich nach Unternehmensangaben dabei in der späten klinischen Entwicklungsphase III. Für das Parkinson-Pflaster Rotigotin CDS ist der Zulassungsantrag für Ende 2004 geplant.

Umsatz vervielfacht

Der Umsatz kletterte im Quartal um 152,3 Prozent auf 468 Millionen Euro. Dabei sprang der Umsatz wegen des Verkaufsschlagers Omeprazol auf dem mittlerweile größten Markt USA um 511 Prozent auf rund 337 Millionen Euro in die Höhe, während in Europa die Erlöse auf Vorjahresniveau lagen. Allein die Omeprazol-Umsätze lagen in den USA bei 283 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn legte im ersten Quartal auf rund 110 (Vorjahr: 6,3) Millionen Euro zu. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit 92,32 Millionen Euro gerechnet.

Schwarz Pharma rechnet damit, auch noch im kommenden Jahr als einziger in den USA eine Prilosec-Nachahmerversion anbieten zu können. "Wir rechnen mit einer möglichen Änderung der Marktlage nicht vor Jahresende 2004", sagte eine Unternehmenssprecherin. Prilosec war einst das weltweit bestverkaufte Magen-Darm-Mittel.

Analysten - Starke Quartalszahlen

Analysten sprachen von starken Quartalszahlen. "Das war ein beeindruckendes Ergebnis mit sehr guten Zahlen", sagte Marcus Konstanti vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Die Gewinnsteigerung sei vor allem durch die Entwicklung bei Omeprazol bestimmt. Auch Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) sprach von guten Quartalszahlen. Beim Ausblick habe es keine großen Überraschungen gegeben, nachdem das Unternehmen erst vor kurzem seine Prognose angehoben habe.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×