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30.01.2001

18:19 Uhr

ap KOSOVSKA MITROVICA. Einen Tag nach dem gewaltsamen Tod eines 15-Jährigen im Kosovo ist es dort zu schweren Zusammenstößen mit Soldaten der NATO-Truppe gekommen. In der geteilten Stadt Kosovska Mitrovica hinderten die Soldaten am Dienstag aufgebrachte Kosovo-Albaner daran, eine Brücke zum serbischen Wohnviertel zu stürmen. Dabei gingen nach Angaben von UN-Sprecher Michael Keats mindestens zwei Militärfahrzeuge in Flammen auf. Die Soldaten setzten Tränengas und Blendgranaten ein.

Auslöser der neuen Unruhen war ein Handgranatenanschlag auf ein Wohnhaus von Kosovo-Albanern, bei dem am Montag ein Jugendlicher getötet und zwei Personen verletzt wurden. Während sich am Dienstag Angehörige und Freunde zur Beisetzung des 15-Jährigen sammelten, drängten sich auf der Südseite der beide Stadtteile verbindenden Brücke über den Fluss Ibar hunderte von aufgebrachten Einwohnern. Erst vor einem Jahr waren in Kosovska Mitrovica etwa zwölf Menschen bei schweren Unruhen zwischen beiden Bevölkerungsgruppen ums Leben gekommen.



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