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31.03.2003

07:35 Uhr

Neue Untersuchungen zu Hubschrauber-Absturz

Rakete schlägt im ISAF-Hauptquartier in Kabul ein

Das Hauptquartier der internationalen Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) in Kabul ist am Sonntagabend mit einer Rakete angegriffen worden.

HB/dpa KABUL/BERLIN. Wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin mitteilte, schlug eine 107- Millimeter-Rakete auf dem Gelände des Hauptquartiers ein und beschädigte ein Gebäude. Menschen wurden nicht verletzt. Wer die Rakete abgefeuert hat, war zunächst unklar. Es war der erste Anschlag auf das ISAF-Hauptquartier im Zentrum der afghanischen Hauptstadt.

Seit Februar steht die rund 5000 Mann starke Afghanistan- Schutztruppe unter deutsch-niederländischer Führung. Die Bundeswehr hat allein derzeit 2386 Soldaten in Afghanistan stationiert. Wie viele Bundeswehrangehörige sich zur Zeit des Raketeneinschlags im Hauptquartier befanden, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Auf das Lager der deutschen Soldaten in Kabul, das so genannte "Camp Warehouse" zehn Kilometer östlich des Stadtzentrums, waren in der Vergangenheit häufiger Raketen abgefeuert worden, die ihr Ziel aber immer verfehlten. Zuletzt waren beim Besuch von Verteidigungsminister Peter Struck Anfang Februar zwei Raketen etwa 500 Meter entfernt vom Lager eingeschlagen. Damals waren versprengte Mitglieder der radikal-islamischen Taliban als Täter vermutet worden.

Unterdessen berichtet die "Bild"-Zeitung, dass der Absturz eines Bundeswehr-Hubschraubers im Dezember in Kabul möglicherweise doch auf Beschuss zurückzuführen ist. Wie das Blatt unter Berufung auf Führungskreise des Heeres berichtet, haben Experten der Abteilung "Flugsicherheit" an den Wrackteilen des Hubschraubers vom Typ CH-53 Einschusslöcher gefunden.

Bei dem Absturz am 21. Dezember vergangenen Jahres waren sieben Bundeswehrsoldaten im Alter von 24 bis 53 Jahren ums Leben gekommen. Als Unglückursache wurde ein Wartungsfehler vermutet.

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