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24.01.2001

20:25 Uhr

Neuer Markt fester

Standardwerte knapp unter Vortagesniveau

Vorwiegend seitwärts ist es am Mittwoch beim Dax gegangen. Zu Handelsschluss zeigte sich der Index dann etwas leichter und ging um 0,2 % bzw. 15,74 auf 6 706,67 Punkte verbilligt aus dem Handel.

vwd FRANKFURT. Die Vorgaben aus den USA waren nicht so gut wie erwartet. Damit hielt die Unsicherheit weiter an, so dass Anschlusskäufe nach den festeren Tagen ausblieben. Die Terminkontrakte auf den Dax-Index schafften es nicht, wichtige chartechnische Hürden zu nehmen, und deshalb blieb die große Kaufwelle aus. Die guten Quartalsergebnisse einiger bekannter US-Firmen konnten nur die Tech-Aktien im Dax stützen.

So berichteten Compaq, Siebel, Broadcom und IMC positive Ergebnisse, erklärten Broker. Die ohnehin vor dem Aufschwung stehenden Techs hätten weiter gutes Potenzial um auch den Dax voranzutreiben, hieß es weiter. Gefahr drohe allerdings bei 6 800 Punkten, einem markanten Widerstand im Dax. Siemens gewannen 0,9 % auf 157,10 Euro, Infineon 0,4 % auf 47,40 Euro und Epcos 0,3 % auf 98,75 Euro.

Speziell bei SAP sprach man im Markt von sehr großen Shortpositionen, die gedeckt werden mussten. Charttechnisch interessant sei die Frage, ob die Marke von 193/5 Euro dauerhaft überwunden sei. Dann sei der Weg bis 206 Euro frei. Da dieser Widerstand jedoch recht schwach sei, könnte es bis zur nächsten Marke von 214 Euro weitergehen, so ein technisch orientierter Händler. Tagessieger SAP kletterten um 7,4 % auf 197,65 Euro. Deutsche Telekom verloren gegen den Trend hingegen 3,1 % auf 35,84 Euro.

Die Chinesen hätten den "Transrapid-Stein" ins Rollen gebracht haben, kommentierte ein Händler. "Endlich sieht es so aus, als ob beim Transpraid der Knoten geplatzt sei." Nachdem die Order aus China unter Dach und Fach sei, kamen die Amerikaner als Interessenten hinzu. Sie würden laut "Welt" das Transrapid-Projekt mit rund zwei Mrd. DM unterstützen und planten eine neue Strecke in den USA. Dies führte zu einer Neueinschätzung des Transrapids, erklären Marktteilnehmer. "Bisher sah das alles ja eher nach einem Milliardengrab aus", so ein Experte weiter. Profitieren sollten vor allem Thyssen-Krupp , die 2,2 % auf 19,15 Euro zulegten.

Größere Kauforders seien für Thyssen-Krupp im Markt gewesen, was auf Institutionelle schließen ließ. Zusammen mit der kürzlich verkündeten Straffung der Führungsebene stünden die Zeichen nun auf "Go" für die Aktie. Charttechnisch sei die Marke von 20 Euro interessant. Gelinge die Überwindung dieses Widerstandes auf Schlusskursbasis, rücke 25 Euro in greifbare Nähe.

Trotz der freundlichen Tendenz bei den Technologiewerten bremsten Verluste bei den Chemie- und Versorgerwerten den Dax. Daneben notierten vor allem Münchner Rück mit 1,4 % auf 345,14 Euro im Minus, und Allianz gaben 1,5 % auf 357,50 Euro ab. Aber auch die Automobilwerte tendieren schwächer.

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