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10.01.2001

20:29 Uhr

Neuer Markt freundlich

Dax verliert vor US-Unternehmenszahlen

Die deutschen Standardwerte sind am Mittwoch mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Mit dem Schlussgong stand der Dax bei 6 320,07 Zählern - einem Abschlag von 1,32 %.

adx FRANKFURT/M. Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat am Mittwoch vor Bekanntgabe der wichtigen US-Unternehmensdaten von Yahoo und Motorola leichter tendiert. Bis Handelsschluss verlor der Index 1,32 % auf 6 320,07 Zähler. Dagegen legte der Neue Markt unter dem Eindruck des freundlichen Handelsbeginns an der Nasdaq zu. Der Nemax-50-Index gewann 50,20 auf 2.243,43 Punkte (+2,29 %), während die Nasdaq ein Plus von rund 0,61 % auf 2.455,57 Zähler vorlegte. Bei den US-Standardwerten dominierten wie beim Dax hingegen Kursverluste: Der Dow Jones büßte bis 20.00 Uhr 57 auf 10.516 Zähler ein (-0,5 %).

Die stärksten Verluste im Dax verbuchten Automobil- und Chemiewerte. Auto-Aktien waren nach Händler-Angaben von Gewinnmitnahmen belastet, während die Chemie-Papiere unter einer Herabstufung der US-Branche durch eine Investmentbank litten. Daimler-Chrysler verloren 2,06 Euro oder 4,41 % auf 44,64. BASF verbilligten sich um 1,89 auf 46,10 Euro (-3,94 %). Auf der Gewinnerseite standen erneut SAP , die sich um gut drei Prozent auf 164,31 Euro verteuerten, sowie Handelswerte. Karstadt-Quelle legten 1,73 auf 38 Euro zu (+4,77 %) und Metro verteuerten sich um 0,55 auf 50,75 Euro (+1,10 %). Händler warnten allerdings vor möglichen Rückschlägen auf dem Technologie-Sektor. Sollten Motorola und Yahoo die hochgesteckten Erwartungen mit ihren für den Abend erwarteten Zahlen für das vierte Quartal 2000 nicht erfüllen, könnte der gesamte Sektor wieder ins Trudeln geraten. Analysten erwarten für die nächste Zeit weiterhin Nervosität an den Börsen und damit verbunden eine hohe Volatilität bei einzelnen Werten.

Im Nemax-50 erholten sich Singulus deutlich. Die Papiere verteuerten sich um 5,59 auf 22,99 Euro (+32 %) und machten damit gut die Hälfte ihres Kurseinbruchs vom Vortag wieder wett. Ein Händler bezeichnete die Abgaben vom Vortag als "überzogen". Auch Analysten wiesen auf die langfristig guten Aussichten für den Hersteller von CD/DVD-Produktionsanlagen hin. Unter Druck standen hingegen Heyde, die 2,11 auf 8,30 Euro einbüßten (-20 %). Im Markt kursierten Gerüchte über eine Gewinnwarnung des Unternehmens, die von Heyde allerdings zurückgewiesen wurden.

Wenig Bewegung gab es bei den Nebenwerten. Der MDax verlor leicht um 0,21 % auf 4.483,41 Zähler, wobei VCL Film&Medien die stärksten Einbußen verzeichnete (-16 % auf 5,40 Euro).

Am Devisenmarkt setzte der Euro seinen Abwärtstrend fort. Für die Gemeinschaftswährung mussten am Abend 0,9413 $ bezahlt werden (-0,2 %). Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank am Mittag noch bei 0,9412 $ ermittelt. Dies waren 0,0011 $ mehr als am Dienstag. Gegenüber der D-Mark verbillgte sich die amerikanische Währung von 2,0804 Mark auf 2,0780 Mark.

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