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07.01.2002

15:41 Uhr

Neuer Vectra rollt vom Band

Der neue Vectra soll Opel aus den Verlusten ziehen

Am Opel-Stammsitz Rüsselsheim hat am Montag die Serienfertigung des neuen Mittelklassemodells Vectra begonnen.

dpa-afx RÜSSELSHEIM. In dem komplett neuen Automobilwerk soll bis Sommer 2003 im Drei-Schicht-Betrieb die maximale Kapazitätsauslastung von 270.000 Modellen pro Jahr erreicht werden. Parallel dazu läuft die Fertigung des Opel-Omega zunächst auf den bestehenden Montagebändern weiter. Erst das Nachfolge-Modell wird ebenfalls auf den neuen Fertigungsstraßen montiert. Die neue Anlage kostete 770 Mill. Euro (1,5 Mrd. DM).

Maximal 180.000 Autos pro Jahr


Die Vectra-Produktion startete zur Frühschicht um 5.45 Uhr, und zwar mit der Variante einer viertürigen Limousine. Zunächst ist nur ein Zwei-Schicht-Betrieb vorgesehen. Bis Mai wird die Fertigung auf ein Maximum von 180.000 Autos pro Jahr mit insgesamt vier Varianten angepeilt. "Wir fahren die Produktion des neuen Vectra ganz behutsam hoch", betonte Werksdirektor Arno Wiedenroth. "Das Ziel lautet nicht Stückzahl, sondern Qualität von Anfang an." Über den voraussichtlichen Ausstoß im laufenden Jahr lasse sich deshalb derzeit noch keine Angaben machen, sagte Unternehmenssprecher Erich Kupfer.

Vectra soll Marktanteile zurückgewinnen

Die Adam Opel AG setzt nach Jahren rückläufiger Marktanteile in Deutschland große Hoffnungen in das neue Mittelklassemodell. Es soll einen wichtigen Beitrag leisten, wieder aus der Verlustzone zu kommen. Dazu wurde mit einem finanziellen Kraftakt parallel zur laufenden Produktion in Rüsselsheim eine völlig neues Pkw-Werk gebaut, das zu den modernsten der Welt gehört.

Der deutliche Produktivitätsschub hat jedoch auch erhebliche Auswirkungen auf die Belegschaft. In der Fertigung wird das Personal von 10.000 auf nur noch 6.000 Beschäftigte reduziert. Ein Standortvertrag mit dem Betriebsrat und ein finanzieller Eigenbeitrag der Belegschaft von annähernd 0,5 Mrd. Euro war Voraussetzung für die Rieseninvestition der Opel-Mutter General Motors (GM) in Rüsselsheim.

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