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23.04.2003

15:34 Uhr

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Neuer Verdacht von Geflügelpest

In Belgien wird ein neuer Fall der hochansteckenden Geflügelpest vermutet, der außerhalb des bisherigen Sperrgebiets im Osten des Landes liegt.

Reuters BRÜSSEL. Wie die belgische Lebensmittelsicherheitsbehörde am Mittwoch mitteilte, besteht ein "dringender Verdacht" auf Geflügelpest auf einer Putenfarm nahe der Stadt Antwerpen. Erste Laborergebnisse würden im Tagesverlauf erwartet. Die Behörden zogen eine 15 Kilometer breite Sicherheitszone um die Farm und ordneten die vorsorgliche Schlachtung von 20.000 Puten an. Der Verdachtsfall liegt außerhalb des bisherigen Sperrgebiets im Osten Belgiens, wo bereits vier Fälle von Hühnerpest festgestellt wurden.

In Deutschland gibt es dem Bundesagrarministerium zufolge derzeit weiterhin keinen Fall von Geflügelpest. "Wir beobachten die Lage aber weiter sehr genau", sagte eine Sprecherin. Die deutschen Behörden hatten vor knapp zwei Wochen die Vorsichtsmaßnahmen verschärft, nachdem der Erreger in einem niederländischen Betrieb 1,5 Kilometer vor der deutschen Grenze ausgebrochen war.

Die Geflügelpest wird von einem hochansteckenden Virus ausgelöst, der alle Vogelarten befallen kann. Bis vor kurzem waren die Behörden davon ausgegangen, dass der Erreger für Menschen ungefährlich ist. In der vergangenen Woche war jedoch in den Niederlanden ein Tierarzt an Lungenentzündung gestorben, nachdem er sich mit dem Virus angesteckt hatte. Die Geflügelpest war Anfang März in der Niederlanden ausgebrochen und ist seither nicht unter Kontrolle. Im Nachbarland wurden bislang 18 Millionen Geflügeltiere notgeschlachtet. Die Ausfuhr von Eiern und Geflügel wurde verboten. Die Schäden der Branche werden auf täglich zwei Millionen Euro geschätzt.

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