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12.07.2000

10:42 Uhr

sm BERLIN. Überstunden sollen künftig mit neuartigen Zeit-Wertpapieren abgegolten werden. Darauf haben sich Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften im Bündnis für Arbeit verständigt. Statt in bar sollen Überstunden demnach in Form von Anteilen an Aktien- oder Rentenfonds oder auch Sparbriefen von Banken und Sparkassen abgegolten werden.

Dies habe den Vorteil, dass die Wertpapiere bei einer möglichen Insolvenz des Arbeitgebers gesichert, beim Wechsel des Arbeitgebers mitzunehmen, im Todesfall vererbbar seien und durch Verzinsung oder Kursgewinne in ihrem Wert steigen könnten, heißt es in der Bündniserklärung von Montagabend. Zeit- Wertpapiere seien vor allem auch für kleine und mittlere Unternehmen ein geeignetes Instrument, das sie ohne großen Verwaltungsaufwand und sehr flexibel einsetzen könnten.

Arbeitgeber und Gewerkschaften gehen davon aus, dass die Zeit-Wertpapiere, die in Tarifverträgen vereinbart werden sollen, von der Besteuerung freigestellt werden. Die angesparten Guthaben sollen zur Weiterbildung, für die Altersvorsorge und für das vorzeitige Ausscheiden aus dem Erwerbsleben im Rahmen der Altersteilzeit investiert werden können. Die Grundsatzvereinbarung soll nun durch Tarifverträge umgesetzt werden.

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