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22.01.2003

10:09 Uhr

Neues System soll Tumore präziser orten

Siemens verbessert Früherkennung von Krebs

Bei Krebs spielt eine möglichst frühe Erkennung eine entscheidende Rolle. Ein neues System von Siemens, der so genannte Biograph, kombiniert dazu zwei Technologien der Bildgebung und verbessert damit die diagnostischen Möglichkeiten der Ärzte

HB DÜSSELDORF. Bei Krebs spielt eine möglichst frühe Erkennung eine entscheidende Rolle. Ein neues System von Siemens, der so genannte Biograph, kombiniert dazu zwei Technologien der Bildgebung und verbessert damit die diagnostischen Möglichkeiten der Ärzte: Der Biograph vereint die Positronenemissionstomographie (PET) und die Computertomographie (CT).

Während ein PET-Scanner außergewöhnliche Stoffwechselaktivitäten - wie sie zum Beispiel von Tumoren verursacht werden - sichtbar macht, liefert ein Computertomograph dreidimensionale Ansichten des menschlichen Körpers. Der Biograph macht beide Untersuchungen direkt hintereinander und verknüpft so erstmals biologische mit anatomischen Daten.

Anhand des aufgenommenen Gesamtbildes des Patienten kann der Arzt Krankheitsherde im Inneren des Körpers präzise lokalisieren. Dies ermöglicht vor allem die frühe Erkennung von kleineren Geschwüren. Bisher mussten beide Untersuchungen getrennt voneinander erfolgen und die Bilddaten anschließend mit Hilfe einer Grafiksoftware übereinander gelegt werden. Dabei ergaben sich mitunter Ungenauigkeiten.

Ein weiterer Vorteil des Biographen liegt nach Angaben von Siemens in der Zeitersparnis. Die neue Diagnosemethode dauert mit rund 30 Minuten lediglich halb so lange wie bisher. Am Universitätsklinikum Essen wurde im vergangenen Jahr der erste Biograph in Europa installiert.

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