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24.07.2000

10:03 Uhr

dpa MAINZ. Wer Überstunden abfeiern will und dabei plötzlich krank wird, kann den Anspruch auf diesen Freizeitausgleich verlieren.

Das entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz in einem am Montag veröffentlichten Urteil. Voraussetzung dafür sei aber, dass der Arbeitgeber den Ausgleich schon in den Dienstplan eingearbeitet und dem Arbeitnehmer bekannt gegeben hat sowie mit der Arbeitsunfähigkeit nicht zu rechnen brauchte (Az: 6 Sa 566/99). Das Gericht wies die Klage einer Arbeitnehmerin ab, die einen finanziellen Ausgleich erhalten wollte. Da sie bis zum Ende ihrer Anstellung krank blieb, konnte sie die Überstunden nicht mehr mit Freizeit ausgleichen. Anders als beim gesetzlichen Urlaub müsse die Arbeitsunfähigkeit nicht berücksichtigt werden, befanden die Richter.

In diesem Fall sei es um Freizeitausgleich für erbrachte Arbeit gegangen und und nicht um die bezahlte Freistellung von regelmäßig zu erbringender Arbeit.

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