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17.02.2003

08:23 Uhr

hps HAMBURG. Der Bezahlsender Premiere sieht sich trotz des schlechten Fernsehmarktes im Aufwind. "Das Ziel 2,9 Mill. Abonnements bis Endes des Jahres zu erreichen, schaffen oder übertreffen wir", versprach Premiere-Chef Georg Kofler in Hamburg. Das Pay-TV liege bereits im Januar und Februar 50 000 Abonnenten über Plan, berichtete der frühere Kirch-Vertraute. Derzeit zählt der Sender rund 2,6 Millionen Abonnenten.

Kofler will neue Abonnenten gewinnen, indem er die Zahl der Schwarzseher reduziert. Nach Senderangaben beläuft sich die Zahl von Schwarzsehern "auf bis zu einer Million". Im Herbst will das Unternehmen ein neues Verschlüsselungssystem für die Decoder einführen. Bisher verließ sich das Unternehmen auf die Software Betacrypt der früheren Kirch-Firma Beta Research. Insider gehen aber davon aus, dass eine Entscheidung im März zugunsten der Technologie von Canal Plus oder der Schweizer Kudelski-Gruppe fällt. Für Zuwachs bei den Abonnements sollen auch preiswerte Decoder führen. Kofler rechnet mit Einkaufspreisen von unter 100 Euro in der zweiten Jahreshälfte.

Kofler fährt seit der Übernahme des Chefsessels bei Premiere vor einem Jahr einen harten Sanierungskurs. "Wir haben alle Verträge angefasst. Wir haben viele Altlasten beseitigt", sagte der frühere Pro-Sieben-Chef. Mittlerweile sind mit allen Hollywood-Studios - zuletzt mit Disney - neue Verträge ausgehandelt worden. Für die Champions League hatte Kofler am Freitag ein Angebot abgegeben. Es liegt jedoch deutlich unter dem bisherigen, heißt es in Unternehmenskreisen.

Hingegen hat der Kölner Free-TV-Sender RTL nicht für die Übertragungsrechte an der Champions League geboten. Senderchef Gerhard Zeiler war der Preis von 50 bis 60 Mill. Euro zu hoch.

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