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22.06.2000

13:43 Uhr

ap KASSEL. Die Gewerkschaften DAG und HBV haben anlässlich der erstmaligen Börsenöffnung an Fronleichnam erneut eine Rücknahme der Feiertags-Neuregelung gefordert. "Diese nunmehr dritte Börsenöffnung an einem gesetzlichen Feiertag ist sozial inakzeptabel und für religiöse Menschen eine Provokation", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), Roland Issen, am Donnerstag in Kassel. Der geringe Börsenhandel bei den bisherigen Feiertagsöffnungen zeige zudem, dass die Neuregelung "überflüssig wie ein Kropf" sei.

Die Bezirksverwaltung Frankfurt der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) nannte die Öffnung "ökonomischen Unsinn". Hinter vorgehaltener Hand sei keiner mehr dafür. Zudem würden die Vorgaben der Aufsichtsbehörden missachtet, weil immer mehr Betriebe am Feiertag Rückstände der Arbeit erledigten. Für Betriebs- und Personalräte sei dies kaum kontrollierbar.

DAG-Chef Issen verwies zudem auf die Börsenöffnungszeiten im Ausland: "Selbst im hochgelobten Serviceparadies USA käme niemand auf die Idee, am Unabhängigkeitstag mit Aktien zu handeln. Beide Gewerkschaften forderten den Gesetzgeber auf, die erweiterte Feiertagsarbeit im Wertpapierhandel wieder abzuschaffen.



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