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17.03.2003

18:31 Uhr

Nicht unüblich für solche Situationen

Gold vor drohendem Krieg volatil

Der offenbar bevorstehende Krieg im Irak hat Gold am Montag auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Nachdem der Preis des gelben Metalls zunächst noch anzog, belasteten am Nachmittag der anziehende Dollar und die steigenden Aktien das Edelmetall.

Reuters LONDON. Nachdem die US-Regierung die Diplomatie im Irak-Konflikt für beendet erklärte, begannen Dollar-Deckungskäufe und die Wall Street und in ihrem Sog auch die europäischen Börsen drehten ins Plus und stiegen markant.

Gold, das vor allem in Asien als sicherer Hafen in Krisenzeiten angesehen wird, stieg zunächst zehn Dollar bis auf 345 Dollar je Feinunze. Zum europäischen Geschäftsschluss war das Edelmetall noch für 336,00/336,80 Dollar zu haben nach 336,10/336,90 Dollar am Freitagabend in New York. Das Londoner Nachmittagsfixing erfolgte bei 340,75 Dollar nach 340,50 Dollar am Vormittag und 335,20 Dollar am Freitagnachmittag.

Viele Marktteilnehmer gingen nun offenbar von einem offenbar unmittelbar bevorstehenden und kurzen Krieg aus, sagte ein Edelmetallexperte. In Zeiten drohender Kriege entwickelt sich der Goldpreis oft volatil. Als irakische Truppen 1990 in Kuwait einmarschierten, stieg der Feinunzenpreis um 45 Dollar auf 415 Dollar. Als die alliierten Streitkräfte dann mit der Befreiung Kuwaits begannen, fiel die Notierung wieder um 40 Dollar.

Analysten warnten aber vor direkten Vergleichen mit der Situation zu Beginn der 90-er-Jahre. Insbesondere dürfte auch bei einem "erfolgreichen und kurzen" Krieg im Irak der weiterhin düstere Ausblick für die Weltwirtschaft Gold weiter Unterstützung bieten. "Ich sehe keinen Grund, wieso Gold von der Liste der alternativen Anlagen gestrichen werden sollte," sagte ein Goldexperte.

Silber fiel auf 4,48/4,50 von 4,53/4,55 Dollar in New York. Platin verteuerte sich auf 693/698 von 685/690 Dollar und Palladium wurde mit 230,20/235,20 nach 230/235 Dollar gehandelt.

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