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09.01.2001

12:20 Uhr

dpa DÜSSELDORF. Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn (Grüne) hat scharfe Kritik an der Rolle von Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) bei der Bekämpfung der BSE-Seuche geäußert. Sie habe das vorgelegte Konzept von Funke geprüft und halte es nicht für ausreichend, um die nötige Wende hin zu einer artgerechten Agrarpolitik zu erreichen, kritisierte die Grüne am Dienstag in Düsseldorf. "Er war nicht immer vorne weg. Er war nicht immer der Schnellste", sagte Höhn über Funkes Rolle beim Verbraucherschutz.

Ausweichend antwortete sie auf die Frage, ob sie es ausschließe, ins Bundeskabinett von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) zu wechseln. Die Grüne war in den letzten Tagen öfter in den Medien als geeignete Kandidatin genannt worden, um eventuell Funke oder Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) zu ersetzen.

"Ich finde die jetzige Struktur des Ministeriums nicht sinnvoll", antwortete Höhn. Das Bundeslandwirtschaftsministerium müsse aufgelöst oder umstrukturiert werden. Nordrhein-Westfalen sei hier einen guten Schritt vorangegangen. In NRW hat Höhn die Zuständigkeiten für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in einer Hand.

"Dass ich gelobt werde, finde ich berechtigt", kommentierte Höhn die Personalspekulationen. Sie habe aber mit dem Bundeskanzler, den sie als ihren "großen Verbündeten" im Kampf um besseren Verbraucherschutz bezeichnete, noch nie über eine mögliche Berufung in sein Kabinett gesprochen.

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