Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.01.2003

19:49 Uhr

Niedersachen ist besonders auf die Automobilindustrie angewiesen

Schröder hält vorerst an Dienstwagensteuer fest

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hält vorerst an der geplanten Erhöhung der Dienstwagensteuer fest. Er könne die Kritik des niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel (SPD) nachvollziehen, teile sie aber nicht, sagte Schröder am Dienstagabend vor einem Wahlkampfauftritt mit Gabriel in Goslar.

Reuters GOSLAR. Nach seinen Worten wird die Bundesregierung ihr Steuerpaket unverändert in den Bundesrat einbringen. "Man wird dann darüber fair im Vermittlungsausschuss reden müssen und auch reden können", fügte Schröder hinzu. In Koalitionskreisen in Berlin hatte es zuvor geheißen, es werde über Alternativen zu der geplanten Erhöhung der Dienstwagensteuer auf 1,5 von 1 Prozent nachgedacht.

Gabriel, aber auch Regierungschefs von Unions-geführten Ländern hatten mit Blick auf die Automobilwirtschaft in ihren Ländern gefordert, von dem Vorhaben Abstand zu nehmen.

"Ich verstehe den niedersächsischen Ministerpräsidenten", sagte Schröder, "Niedersachsen ist in besonderer Weise auf die Automobilindustrie angewiesen." Der Volkswagen-Konzern , dessen Großaktionär Niedersachsen ist, hat seinen Sitz in dem norddeutschen Bundesland.

Gabriel sagte, die Bereitschaft der Bundesregierung, im Vermittlungsausschuss über die Dienstwagensteuer zu verhandeln, zeige, dass der Kanzler die Bedenken ernst nehme. Er könne verstehen, dass die Regierung jetzt nicht einzelne Bestandteile aus dem Maßnahmenpaket herausbrechen wolle.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×